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Forum-107
  
 Widerstand bzw. Lampenkontrollgerät Umbau US --> EU
Autor Widerstand bzw. Lampenkontrollgerät Umbau US --> EU
Mannemerjung


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28.09.2006

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 Geschrieben 23.06.2010 22:59   
Hallo zusammen,

nachdem die EU-Stoßstangen nun fast 3 Jahre in meiner Garage auf den Umbau meines 560ers warteten, habe ich das Projekt übers Wochenende durchgezogen.
Selbstverständlich sind auch die gelben Positions-/Blinkleuchten unter der Stoßstange weg geflogen.

Jetzt brennt natürlich die Lampenausfallkontrolleuchte.

Eigentlich würde ich dem Problem gerne "irgendwie" über das Lampenkontrollgerät Herr werden. Einfach die Stecker ziehen geht natürlich nicht - da bleibt's einfach zappenduster. Hat von Euch vielleicht jemand einen Tipp, wie man die Positionsleuchten aus der Prüfroutine des Kontrollgeräts entfernen kann? Achtung: ich bin kein Elektroniker, dementsprechend mag mir die Sache nicht ganz so leicht fallen, wie einem Profi.

Angenommen, ich müsste doch einen Widerstand in den Scheinwerfer unterbringen - welchen Wert müsste dieser Haben? Die Zweifadenlampe in den Positionsleuchten hat ja 5 und 21 Watt - an welchem Wert muss ich mich orientieren? Die Sache ist etwas knifflig, da mein Wagen bereits in den Staaten EU-Scheinwerfer verpasst bekommen hatte, die dann umverkabelt wurden, um sich wie die US-Scheinwerfer zu verhalten. Es passt also keine Kabelfarbe wirklich zur anderen...

Danke für Eure Tipps und Grüße,
Alexander

olikop


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 Geschrieben 23.06.2010 23:06   
Hallo,
Du musst den Tacho ausbauen und die Einheit mit der Lampe ausbauen. Dann mit einem Lötkolben die entsprechende Lampe auslöten und Ruhe ist.
MfG Olli

Mannemerjung


Sternzeit-107-Mitglied seit:
28.09.2006

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Nachrichten: 187

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 Geschrieben 23.06.2010 23:19   
Quote:

On 2010-06-23 23:06, olikop wrote:
Hallo,
Du musst den Tacho ausbauen und die Einheit mit der Lampe ausbauen. Dann mit einem Lötkolben die entsprechende Lampe auslöten und Ruhe ist.
MfG Olli



Nunja, sicherlich eine Möglichkeit - jedoch möchte ich die Funktion der Lampenausfallkontrolle gerne erhalten. Zudem ist der Tachoausbau nur nach Demontage des Airbag-Lenkrads möglich und darauf habe ich so richtig gar keine Lust.

Trotzdem danke für den Hinweis.

Alexander

Mannemerjung


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28.09.2006

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Nachrichten: 187

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 Geschrieben 26.06.2010 14:31   
Hallo zusammen,

da die Frage nach den Widerständen schon mehrfach unbeantwortet blieb, hier für die nächste arme Seele, die die hiesige Suchfunktion bemüht:

27 Ohm, 5 Watt (64 Cent das Stück bei Conrad, Best.-Nr.: 428317 - 62).


Widerstände drin, Lampenkontrolleuchte aus! Blinkerbirne rausgedreht, Lampenkontrolleuchte an!

So muss das sein. Viel Erfolg beim Nachmachen..

Grüße,
Alexander

47brause13


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28.06.2014

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 Geschrieben 15.09.2015 18:23   
Guten Abend,

Sorry, wenn ich den alten Thread nochmals aufgreife, kommt der Widerstand 5W27 Ohm zwischen die Standlichtbirne und Masse?

In einem anderen Thread war die Rede von einem Widerstand 25W 12 Ohm zwischen Standlichtbirne und Masse und das soll funktionieren. Verstehe ich zwar nicht, denn die Standlichtbirne in den vorderen Sidemarkern haben doch nur 5W.

Hat irgendjemand eine Idee was jetzt richtig ist? Mit 5 W 27 Ohm zwischen Standlichtbirne und Masse brennt bei mir immer noch das Lampenausfallkontrollbirnchen.

Viele Grüße Jost

Justus


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19.04.2011

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 Geschrieben 15.09.2015 21:14   
Hallo Jost,

das ist eigentlich ganz einfach. Wenn Du eine Lampe hast mit einer Leistung von P=5 Watt kannst Du wiefolgt den korrekten Widerstandswert berechnen:

P=UxI (Formel zur Berechnung der elektrischen Leistung, U=Spannung, I=Stromstärke)
I=U/R (Ohmsches Gesetz, R=Widerstand)

daraus folgt P=UxU/R
umstellen nach R: R=UxU/P

Im Fahrzeug gilt Spannung U=12V
also ergibt sich R=12x12/5 Ohm
R=28,8 Ohm

Ein passender Standardwiderstand ist also 27Ohm.

Die Leistung des Widerstandes muß mindestens 5 Watt betragen. Hat der Wiederstand eine größere Leistungsangabe ist das nicht schlimm, die Leistungsangabe auf dem Widerstand gibt nur die maximal mögliche Leistung an die der Widerstand verkraftet ohne kaputt zu gehen.

Noch ein Tip: Propier doch einfach mal aus den Glaskörper einer Birne zu entfernen und dann über zwei Leitungen den Wiederstand anzuschließen. daß ganze dann mit 2K Kleber stabilisieren. dann must du nur noch die "Birne" in die Fassung schrauben und den Wiederstand irgendwo sinnvoll fixieren. und schon klappts ohne am Fzg. was ändern zu müssen.

Gruß Justus

Edit: Sorry das hatte ich vergessen zu erwähnen: der Glühwendel muß selbstverständlich entfernt werden

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Justus am 15-09-2015 21:24 ]

Uwe560


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 Geschrieben 16.09.2015 09:51   
Hallo Jost,

grenze erst mal das Problem ein.
Anstatt gleich Widerstände zu verwenden, schließe erst mal Lämpchen (event. mit Kroko-Klemmen)
an den Drähten an. Wenn dann die Kontroll-Lampe ausgeht, kannst du die Lämpchen mit Widerständen ersetzen.
Das LAKG misst nur stupide den Strom in einem definierten Fenster.
27 Ohm bei 5W, 15 Ohm bei 10W und 7-8 Ohm bei 21W.

Die Leistung des Widerstands sollte mindestens genauso hoch sein.

Uwe

47brause13


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28.06.2014

Aus Zwischen Hamburg und Berlin

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 Geschrieben 16.09.2015 11:27   
Hallo Uwe, Hallo Justus,

erst mal Danke für die Infos. ich werde das gleich mal am Wagen testen

Viele Grüße Jost

47brause13


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28.06.2014

Aus Zwischen Hamburg und Berlin

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 Geschrieben 16.09.2015 16:29   
So, ich habe alles mit normalen Lampen probiert und die Lampenkontrollleuchte ging nicht mehr an. Also die 25 Watt Widerstände eingebaut und alles gut. Ich habe die beiden Widerstände nicht an der Lampe befestigt sondern rechts und links neben dem Kühler aufs Blech geschraubt (Wäremeableitung), da gibt es genug Löcher und ein Kabel an die Lampe (Standlichtbirne) geführt. Fotos folgen.

Nun ist fast alles o.k., nur wenn ich Fernlicht einschalte geht immer noch die Lampenkontrollbirne an?????????? .

Irgendjemand dazu eine Idee?

Ach so, das Auto ist ein 560SL BJ. 88 umgerüstet auf deutsche Scheinwerfer.

Viele Grüße, Jost

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : 47brause13 am 16-09-2015 16:31 ]

blauersachser


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 Geschrieben 16.09.2015 21:59   
Ich habe auch eine Frage zu dem Thema. Die bisherigen Wiederstände, welche ich getestet habe, sind immer erschreckend heiß geworden (teilw. haben sich sogar die Lötstellen gelöst). Ist es möglich, durch Verwendung eines "geschickteren" bzw. leistungsstärkeren den gewünschten Effekt zu erreichen ohne "so hohe Temperaturen" zu erzeugen?

Viele Grüße,
Andrej

47brause13


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28.06.2014

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 Geschrieben 16.09.2015 22:24   
Hallo Andrej

Dass die Widerstände heiß werden, ist wohl normal. Eine 21Watt Birne wird nicht viel weniger heiß. Sie gibt zu der Wärme noch ein bisschen Licht ab.
Deshalb habe ich die Widerstände aufs Blech geschraubt, um die Wärme abzuleiten.
Aber vielleicht hat ja noch einer der Elektrospezialisten eine Idee

Einen schöne Abend noch, Jost

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : 47brause13 am 16-09-2015 22:25 ]

Uwe560


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 Geschrieben 17.09.2015 08:35   
Hallo Andrej,

das ist pures Ohm'sches Gesetz. Die Abgabeleistung bleibt entsprechend dem Widerstandswert immer gleich.
Ein "kleiner" Widerstand raucht dann ab, ein "großer" mit z.B. 50W verteilt die anfallende Wärme besser, bzw. gibt sie
über die Anschraubpunkte an das Karosserieblech ab.
Eigentlich gehört diese Methode zur Kategorie "Von hinten durch die Brust ins Auge" .

Du kannst aber Versuche mit etwas hochohmigeren Widerständen machen, z.B 33 oder 50 Ohm. Der Toleranzbereich des LAKG ist relativ groß. Also einfach empirisch testen, wann die Lampe angeht. P=U²/R ..... also je größer dein Widerstandswert (der die Lampenkontrollleuchte nicht brennen läßt), umso weniger Leistung verbrätst du.

Uwe

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Uwe560 am 17-09-2015 08:37 ]

47brause13


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 Geschrieben 17.09.2015 15:28   
Hallo Andrej

ich habe noch diverse Widerstände 25Watt mit verschieden Widerstandswerten zu Hause. Ich probiere das mal aus und werde dann berichten.

Viele Grüße, Jost

Ragetti


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 Geschrieben 17.09.2015 19:54   
ich würde dazu Leistungswiderstände mit Kühlrippen verwenden und diese auf ein extra Blech schrauben (bessere Wärmeableitung) und dieses dann irgendwo hinkleben oder schrauben

z.b. http://www.lights4all.com/images/product_images/original_images/1978_0.jpg



-----------------
Viele Grüße . Rolf

blauersachser


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Aus Kassel

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 Geschrieben 17.09.2015 21:45   
@Uwe: ok, habs verstanden. Je hochohmiger der Widerstand, umso weniger Leistung wird verbraten und umso weniger warm wird der Widerstand. Jedoch ist irgendwann die Grenze des LAKG erreicht.

Hab jedoch hierzu eine Rückfrage. Gemäß den vorangehenden Antworten muss ein Widerstand mit min. 5-Watt verwendet werden. Ein 25-Watt-Widerstand führt jedoch auch zu dem gewünschten Ergebnis. Bei einem 25-Watt-Widerstand reicht jedoch ein geringere Ohm-Wert als beim 5-Watt-Widerstand, richtig? Bedeutet dass, dass dieser dann auch heißer wird (da geringerer Ohm-Wert als beim 5-Watt-Widerstand)? Oder anders gefragt: bei identischem Ohm-Wert wird der Widerstand umso heißer je mehr Leistung (Watt) dieser hat? Daher wäre ein 5-Watt-Widerstand diesbezüglich die besser Wahl als ein 25-Watt-Widerstand, richtig?

@47brause13: Ein Bericht über das Ergebnis wäre klasse.

@Ragetti: der letzte von mir getestet Widerstand hatte genau diese Bauform - jedoch 25 Watt und 8 Ohm. Meine Hoffnung, dass dieser nicht so heiß wird wie die vorher getesteten hat sich jedoch sehr schnell in Rauch aufgelöst. Das ein Widerstand warm/heiß wird ist mir klar. Ich will jedoch einen verbauen, welcher zum gewünschten Ergebnis führt und dabei die geringste Wärmeentwicklung hat. Denn ich will die Widerstände an den Scheinwerfern befestigen, damit die Scheinwerfer einfach ab- & drangebaut werden können (KISS-Prinzip: Keep it simple for stupid).

Justus


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 Geschrieben 18.09.2015 03:34   
Hallo Andrej,

ich glaube bezüglich der Leistungsabgabe, der maximal möglichen Dauerleistung und der Temperatur gibt es einige Mißverstände:

1. "Ein 25-Watt-Widerstand führt jedoch auch zu dem gewünschten Ergebnis. Bei einem 25-Watt-Widerstand reicht jedoch ein geringere Ohm-Wert als beim 5-Watt-Widerstand, richtig?" : Falsch
Die abgegebene Leistung ist nur von der Spannung (in unserem Fall die Bordspannung 12V) und dem Widerstand abhängig. (P=U^2/R). Beispiel: Es werden 3Bauteile betrachtet welche folgende technische Daten aufweisen:
Bauteil A: 27 Ohm, 5 Watt
Bauteil B: 27 Ohm, 25 Watt
Bauteil C: 8Ohm, 25 Watt

.................angelegte Spannung----abgegebene Leistung...Auswirkung
Bauteil A.............12 V............................5,3 Watt.............Bauteil wird an der Leistungsgrenze betrieben
Bauteil B ............12 V............................5,3 Watt.............Bauteil hat deutliche Leistungsreserven
Bauteil C.............12 V............................18 Watt..............Bauteil hat Leistungsreserven
Bauteil A.............14 V.............................7 Watt...............Bauteil versagt bei Dauerbetrieb
Bauteil B.............14 V.............................7 Watt...............Bauteil hat deutliche Leistungsreserven
Bauteil C.............14 V............................24,5 Watt...........Bauteil wird an der Leistungsgrenze betrieben
Bauteil A.............25 V.............................23 Watt.............Bauteil versagt
Bauteil B.............25 V.............................23 Watt.............Bauteil wird an der Leistungsgrenze betrieben
Bauteil C.............25 V.............................78 Watt.............Bauteil versagt



2. "Oder anders gefragt: bei identischem Ohm-Wert wird der Widerstand umso heißer je mehr Leistung (Watt) dieser hat?": Falsch

Die abzugebende Wärmemeleistung des Widerstandes ist mir der Leistung identisch welche der Wiederstand abgibt, sie hat nichts mit der technischen Angabe der maximal möglichen Leistung des Widerstandes zu tun. (dQ/dt=P=U^2/R). Bei identischem Wiederstand wird unabhängig von der technischen Angabe der max. möglichen Leistung die gleiche abzugebende Leistung (=abzugebende Wärmemenge pro Zeit) einstellen.

Die Temperatur welche sich letztendlich einstellt ist von der in das umgebende Medium (Luft, Stahl,...) abgeleitete Wärme und der abgestrahlten Wärme abhängig.

abgeleitete Wärmestrom: dQ/dt=k*A*(T_W-T_M) (T_W = Temperatur des Widerstandes, T_W=T des Mediums, k=Wärmeleitungskoeffizient, A=Kontaktfläche)

abgestrahlte Wärme: dQ/dt=epsilon*sigma*T_W^4 (epsilon=Emissionskoeffizien, sigma=Bolzmann Konstante)

Es treten dabei folgende Effekte auf: 1. Abstrahlung, 2. Wärmeableitung an die Luft, 3. Wärmeableitung ins Blech (falls aufs Blech angeschraubt)
Du kannst die Tenperatur also beeinflussen durch die Größe der Kontaktfläche A zwischen Blech und Widerstand, Vergrößerung des Wärmeleitkoeffizenten (Wärmeleitpaste zwischen Blech und Widerstand).
Den Emissionskoeffizient wirst Du kaum beeiflussen können. die Bolzman Konstante ist nicht zu beeinflussen

Ich hoffe das hilft weiter

Gruß Justus

Anm.: eigentlich sollte der Zahlenwust für 1 eine Tabelle sein, grieg aber die Formatierung nicht richtig hin, beim Schreiben siehts ok aus - gepostet siehts leider chaotisch aus

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Justus am 18-09-2015 03:38 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Justus am 18-09-2015 03:44 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Justus am 18-09-2015 03:51 ]

Uwe560


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 Geschrieben 18.09.2015 08:28   
Hallo Andrej,

Justus hat das schon alles sehr ausführlich beschrieben.

Die entstehende Leistung hat nur mit der Spannung, dem Widerstand und dem daraus resultierenden Strom zu tun.
Die aufgedruckte Leistung in W am Widerstand bedeutet nur, dass dieser die entstandene Leistung auch verträgt, also abführen kann ohne dicke Backen zu kriegen.
Solche Widerstände halten aber locker Dauertemperaturen von 120° aus - keramische noch mehr (siehe Datenblatt).
Ein Widerstand mit hoher Leistung ist natürlich auch größer und wird im Vergleich zu einem "kleinen" bei gleicher abgegebener Leistung weniger warm, weil er mehr abstrahlende Fläche hat.
Da die Elektrotechnik anscheinend nicht so dein Ding ist, würde ich dir generell zu 25W Widerständen raten. Da kannst du nicht viel falsch machen (wenn der Widerstandswert einigermaßen passt) und die Bauteile werden nicht sehr warm.
Besorge dir Wärmeleitpaste für die Montage der Widerstände am Blech. Da das Blech selten ganz plan ist, wirkt die Wunder.

Gruß Uwe

47brause13


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 Geschrieben 18.09.2015 09:50   
Hallo Justus,

vielen Dank für die Elektrotechnikvorlesung. Als Maschinenbauer musst ich das erst dreimal lesen um es zu verstehen.
Also ist es so, dass der eingesetzte Widerstand so hochohmig wie möglich sein sollte, ohne dass die Lampenkontrollleuchte angeht. Was dann auch zu der geringstmöglichen Wärmeabgabe führt?

Wie schon gesagt, für einen Maschinenbauer teilweise böhmische Dörfer.

Einen schönen Tag noch, Jost

Justus


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 Geschrieben 18.09.2015 22:16   
Hallo Jost,

das hast Du genau richtig verstanden. Je hochohmiger der Widerstand desto geringer die abzugende Leistung (=Wärmemenge).

Gruß
Justus

47brause13


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 Geschrieben 19.09.2015 17:01   
Aber jetzt!!!!!!!!!

Also, ich habe das Ganze folgendermaßen gelöst:

Bei einem Wechsel der vorderen Scheinwerfer von US auf EU Norm bleiben au jeder Seite 2 Kabel übrig, eine davon geht an den abklemmten unteren vorderen Sidemarker, das zweite ist für die 2. Fernlichtbirne ? Zumindest hat das Kabel bei Fernlicht Strom. Das ganze wurde schon mal in ein anderen Thread detailliert beschrieben.

Ich habe an das übrig gebliebene Kabel der vorderen Sidemarker ein neues Kabel angeschlossen, das ich neben dem Hauptkabelstrang des Scheinwerfers in den Motorraum gezogen habe. Ist etwas fummelig, geht aber. Die Widerstände habe ich neben dem Kühler links und rechts aufs Blech geschraubt. Dort sind ausreichend Löcher und ein Massepunkt ist auch vorhanden. Das ganze ist ein bisschen fummelig mit den kleinen Schrauben, mit ein bisschen Geduld geht's aber.

Als Widerstände habe ich 25 W 50 Ohm genommen, dabei geht die Lampen Kontrolllampe nicht an. Höhere Ohmzahlen konnte ich nicht ausprobieren, da ich keine entsprechenden Widerstände hatte. Die 25 Watt Widerstände lassen sich gut aufs Blech schrauben, was mit kleineren Keramikwiderständen etwas mühsam sein dürfte. Die Temperatur der Widerstände im aufgeschraubten Zustand liegt bei leicht erhöhtem Fieber (nach ca. 20 Minuten Licht an) Nicht aufgeschraubt bei ca. 50 Grad,

Ungelöst bleibt aber noch, das die Lampenkontrolllampe bei Fernlicht immer noch angeht. Ich frage mich, ob derjenige, der damals bei meinem wagen die Umverkabelung gemacht, irgendeinen Bock geschossen hat. Es bleibt bei mir immer noch ein Kabel, nämlich das 2. Fernlichtkabel unbenutzt, und somit muss auch das Lampenkontrollgerät ansprechen

Mit diesem Aufbau bleibt auch der Ausbau der Lampen jederzeit ohne Probleme möglich.

Weitere Infos siehe Bilder.

Jost

P.S. 560SL Bj.88 das sollte noch erwähnt sein


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : 47brause13 am 19-09-2015 19:39 ]

Anhänge :  Scheinwerfer rechts.jpg   

47brause13


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 Geschrieben 19.09.2015 17:04   
und hier die andere Seite,

Jost

Anhänge :  Scheinwerfer links.jpg   

Uwe560


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20.05.2009

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Nachrichten: 1048

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 Geschrieben 20.09.2015 10:24   
Hallo Jost,

warum bleibt dir ein Fernlichkabel über ?
Der 560er hat original nur 2 "Sealed Beam" auf jeder Seite - einen für Abblend- und einen für Fernlicht.
Ich kenne jetzt deine Umbauverdrahtung nicht, aber eigentlich dürfte da kein Fernlichtkabel übrig bleiben.

Uwe

47brause13


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28.06.2014

Aus Zwischen Hamburg und Berlin

Nachrichten: 50

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 Geschrieben 20.09.2015 11:12   
Quote:

On 2015-09-20 10:24, Uwe560 wrote:
Hallo Jost,

warum bleibt dir ein Fernlichkabel über ?
Der 560er hat original nur 2 "Sealed Beam" auf jeder Seite - einen für Abblend- und einen für Fernlicht.
Ich kenne jetzt deine Umbauverdrahtung nicht, aber eigentlich dürfte da kein Fernlichtkabel übrig bleiben.

Uwe



Hallo Uwe, laut Schaltplan hat der 560 eine Birne mit Abblend- und Fernlicht sowie eine separate Fernlichtbirne, Ich meine natürlich Sealed Beam. Deshalb ist auch ein Fernlichtkabel übrig. Leider ist die Qualität meines Schaltplans so schlecht, dass ich die PIN Nr. am LAKG nicht lesen kann. Es sieht aber so aus, das die Nummern für beide getrennt verlaufenden Kabel 56a oder 56d ist.

Viele Grüsse, Jost

Marcel


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Aus Leverkusen

Nachrichten: 1091

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 Geschrieben 20.09.2015 11:46   
Hallo Jost,

könnte Dir mal einen Schaltplan rüber Beamen.
Welches Baujahr ist Dein 560 er.
Wie ist Deinen E-Mail, oder schicke mir eine an
marcel.weber.mw ät t-online.de

Gruß
Marcel

47brause13


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Nachrichten: 50

OFF-Line

 Geschrieben 20.09.2015 14:34   
Quote:

On 2015-09-20 11:46, Marcel wrote:
Hallo Jost,

könnte Dir mal einen Schaltplan rüber Beamen.
Welches Baujahr ist Dein 560 er.
Wie ist Deinen E-Mail, oder schicke mir eine an
marcel.weber.mw ät t-online.de

Gruß
Marcel



Hallo Marcel,

danke für den Plan. Ich werde mir den mal in Groß drucken lassen.

Aber auch hier gibt es zwei Fernlichtbirnen, von denen ein Anschluss nach dem Umbau ungenutzt ist, also zeigt die Lampenkontollbirne einen Fehler an.

Ich wundere mich, dass noch niemand anders diese Problem nach einem Scheinwerferumbau hatte. Morgen werde ich noch mal kontrollieren, ob die Kabelfarben alle nach Plan an der Lampe richtig aufgelegt sind.

Viele Grüße, Jost


47brause13


Sternzeit-107-Mitglied seit:
28.06.2014

Aus Zwischen Hamburg und Berlin

Nachrichten: 50

OFF-Line

 Geschrieben 17.03.2016 18:04   
Hallo in die Runde,

Ich wollte das Thema noch mal aufgreifen. wie oben beschrieben bleibt nach dem Umbau noch ein Fernlichtkabel übrig, das auch nach einem Widerstand schreit, damit das Lampenkontrollgerät ausbleibt.

Deshalb meine Frage an die Elektriker unter euch, insbesondere

@justus

Ich habe nun einen 25Watt Widerstand (50 Ohm) für das Standlicht eingebaut. Meine Idee ist nun, auch das zweite Fernlichtkabel auf den Widerstand zu legen. Damit nun der Strom nicht vom Standlichtkabel über den Widerstand an das Fernlicht geht (bzw. vom Fernlicht auf das Standlicht), wollte ich Dioden dazwischenschalten um den Stromfluss nur in eine Richtung zuzulassen. Und nun meine Fragen:
1. Kann das funktionieren?
2. reicht der Widerstand 25 W 50 Ohm auch für eine solche Schaltung aus?
3. Was für Dioden müsste ich nehmen?

Vielen Dank voraus für Tipps,

Jost

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : 47brause13 am 17-03-2016 18:04 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : 47brause13 am 17-03-2016 18:05 ]

Gullydeckel


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20.09.2015

Aus Braunschweig

Nachrichten: 582

OFF-Line

 Geschrieben 18.03.2016 15:03   
Hallo Jost,

habe das hier mit großer Begeisterung gelesen. Ich fahre das gleiche Model/Baujahr mit EU-Umbau, aber ehrlich gesagt ist mir diese Lampe noch nie aufgefallen. Muss mal forschen wie das bei meinem Umbau deaktiviert wurde.
Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht das ganze Steuergerät (im Beifahrerfußraum) abgezogen wurde oder einfach nur dort das Kabel das zur LED im Kombi geht aus der Steckfassung gezogen wurde (so würde ich das machen wenn ich nicht das Kombi ausbauen wollte).

Zu den ganzen Widerstandsgeschichten:
Setz Dich ab besten noch mal in Ruhe beim Gläschen Wein hin und überlege Dir, ob es wirklich sinnvoll ist ca. 100 Watt (oder wieviel auch immer) im Auto durch Widerstände zu verheizen. Der Generator muss das produzieren (und der Motor muss den Generator antreiben). Das kostet Verbrauch bzw. Leistung (OK, nur wenig aber immerhin mechanisch mit Generator-Wirkungsgradverlusten 300Watt die Du an Extra-Brennwert in den Motor reinstecken musst damit er das macht). Und die Kohlen vom Generator haben mit der höhreren Grundlast auch mehr Verschleiß. Und das alles nur, damit ein Birnchen im Kombi nicht flackert.

Statt dessen das Lämpchen elegant zu deaktivieren hat da durchaus Charme.

Grüße Martin


guenniguenzelsen


Sternzeit-107-Mitglied seit:
22.01.2016

Aus Dortmund

Nachrichten: 133

OFF-Line

 Geschrieben 18.03.2016 15:54   
Mal ganz blöd als Nicht-Elektriker gefragt:
Kann man nicht einfach beide Fernlichtkabel zusammenlöten/zusammenfassen?
(Ist halt die Frage, wie genau das Steuergerät prüft, oder?)

Für die Standlichtwiderstände habe ich das hier ins Auge gefasst:
https://www.conrad.de/de/hochlast-widerstand-47-axial-bedrahtet-25-w-ate-electronics-1-st-421367.html

@Martin: Sowas von Dir? Kabel abziehen und fertig? Du wirst doch jetzt nicht etwa das Pfuschen anfangen...
Die Lampenkontrollleuchte sitzt übrigens im mittleren Teil der KI-Kontrollleuchten. Man kann die Einheit öffnen. Kontakt wird über metallene "Schwerter" hergestellt.
War bei mit totgelegt.
Hab's wiederbelebt und werde nun auch per Widerstand den Umbau angehen.
Ist doch eigentlich ne ganz nette Funktion...wenn sie denn geht

Grüße
Thomas

Mercedes 560SL | 08/86 | Champagner-Metallic | Brasilbraun

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : guenniguenzelsen am 18-03-2016 16:06 ]

47brause13


Sternzeit-107-Mitglied seit:
28.06.2014

Aus Zwischen Hamburg und Berlin

Nachrichten: 50

OFF-Line

 Geschrieben 18.03.2016 16:05   
Quote:

On 2016-03-18 15:03, Gullydeckel wrote:
Hallo Jost,

habe das hier mit großer Begeisterung gelesen. Ich fahre das gleiche Model/Baujahr mit EU-Umbau, aber ehrlich gesagt ist mir diese Lampe noch nie aufgefallen. Muss mal forschen wie das bei meinem Umbau deaktiviert wurde.
Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht das ganze Steuergerät (im Beifahrerfußraum) abgezogen wurde oder einfach nur dort das Kabel das zur LED im Kombi geht aus der Steckfassung gezogen wurde (so würde ich das machen wenn ich nicht das Kombi ausbauen wollte).

Zu den ganzen Widerstandsgeschichten:
Setz Dich ab besten noch mal in Ruhe beim Gläschen Wein hin und überlege Dir, ob es wirklich sinnvoll ist ca. 100 Watt (oder wieviel auch immer) im Auto durch Widerstände zu verheizen. Der Generator muss das produzieren (und der Motor muss den Generator antreiben). Das kostet Verbrauch bzw. Leistung (OK, nur wenig aber immerhin mechanisch mit Generator-Wirkungsgradverlusten 300Watt die Du an Extra-Brennwert in den Motor reinstecken musst damit er das macht). Und die Kohlen vom Generator haben mit der höhreren Grundlast auch mehr Verschleiß. Und das alles nur, damit ein Birnchen im Kombi nicht flackert.

Statt dessen das Lämpchen elegant zu deaktivieren hat da durchaus Charme.

Grüße Martin




Hallo Martin,

damit hast Du natürlich auch nicht unrecht, ich meine mit dem Verbaten von 120 Watt.

Viele Grüße, Jost

47brause13


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 Geschrieben 18.03.2016 16:08   
Quote:

On 2016-03-18 15:54, guenniguenzelsen wrote:
Mal ganz blöd als Nicht-Elektriker gefragt:
Kann man nicht einfach beide Fernlichtkabel zusammenlöten/zusammenfassen?
(Ist halt die Frage, wie genau das Steuergerät prüft, oder?)

Für die Standlichtwiderstände habe ich das hier ins Auge gefasst:
https://www.conrad.de/de/hochlast-widerstand-47-axial-bedrahtet-25-w-ate-electronics-1-st-421367.html

@Martin: Sowas von Dir? Kabel abziehen und fertig? Du wirst doch jetzt nicht etwa das Pfuschen anfangen...
Die Lampenkontrollleuchte sitzt übrigens im mittleren Teil der KI-Kontrollleuchten. Man kann die Einheit öffnen. Kontakt wird über metallene "Schwerter" hergestellt.
War bei mit totgelegt.
Hab's wiederbelebt und werde nun auch per Widerstand den Umbau angehen.
Ist doch eigentlich ne ganz nette Funktion...wenn sie denn geht

Grüße
Thomas

Mercedes 560SL | 08/86 | Champagner-Metallic | Brasilbraun

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : guenniguenzelsen am 18-03-2016 16:06 ]



Hallo Thomas,

den habe ich auch genommen, siehe oben mit 50 Ohm.

Viele Grüße, Jost




guenniguenzelsen


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 Geschrieben 18.03.2016 16:15   
Ideal wäre natürlich eine Lösung ohne Widerstand für das vordere Fernlicht.
Martins Einwand ist richtig, aber so wie ich das verstehe, käme das dann ja nur zum Tragen, wenn das Fernlich auch angeschaltet ist.
Sehe ich das richtig (meine Elektrikkenntnisse beschränken sich auf das eindrehen einer Glühlampe)?

Spätestens Sonntag kann ich mehr berichten, denn dann gehe ich mit meinem "Elektroguru" da ran.
Ich werde dann wieder zum Halten des Messgeräts degradiert

Grüße
Thomas

Mercedes 560SL | 08/86 | Champagner-Metallic | Brasilbraun

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : guenniguenzelsen am 18-03-2016 16:18 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 18.03.2016 17:22   
Hallo Thomas,

naja, wenn's schnell gehen muss und es eigentlich wichtigeres zu tun gibt, dann kann ich auch mal so

Die Lampenkontrolle habe ich gestern Abend natürlich gleich mal aufgeschraubt - liegt ja noch auf der Werkbank, während das Auto leider noch im Winterquartiert wartet...
Bei mir waren alle Verbindungen noch da. Ob das Ding bei "Zündung ein" jemals geleuchtet hat, das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, also ist der Zustand auf jeden Fall unauffällig gewesen. Und ansonsten ist bei mir während der Fahrt auch nie eine Lampe an gewesen.
Hab mal ein Bild eingestellt wo man sehen kann, durch welche Strippe das Signal kommt. Dazu muss man natürlich an's Kombi, aber das Kabel hat ja noch ein weiteres Ende und das muss an's Lampenkontrollgerät gehen.

Die Pfeile kennzeichen die beiden Anschlüsse der LED und der Kringel den Pin, der auf direktem Weg vom rechten Anschluss der LED kommend das Gerät verlässt. Ein idealer Sabotagepfad!

Bilder oder Fotos hochladen

Der Punkt ist ja: Wenn man so lange mit den Verlustleistungen von den Ersatzwiderständen rumfummel bis die Kontrolllampe gerade nicht mehr brennt, dann heizt man nicht nur das Auto, man verändert natürlich auch die Empfindlichkeit der ganzen Systems. Dann ist plötzlich irgendwann das Ding wieder an und man weiß nicht warum. Irgendwo hat ein Übergangswiderstand in einer Lampenfassung zugenommen oder eine neue Birne hat 1-2 Watt mehr oder weniger und schon geht die Nerverei los.
Aus arbeitsökonomischer sowie energetischer Sicht ist eine harte Deaktivierung auf jeden Fall sexy. Man muss natürlich zukünftig seine Lampen wieder selber kontrollieren. Wer aber bestimmungsgemäß immer bei vollem Sonnenschein unterwegs ist, braucht eh keine künstlichen Lichtquellen.

Ich will abermal nicht so rumtönen, vielleicht sind bei meiner Kiste ja überall Widerstände reingelötet worden....

Viel Erfolg auf dem Strompfad
Martin


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 18-03-2016 17:24 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 18-03-2016 19:53 ]

Justus


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 Geschrieben 20.03.2016 17:30   
Hallo Jost,

sorry das es mit der Antwort etwas gedauert hat, war unterwegs.

1. Zwei Stromkeise zu verbinden ist grundsätzlich problematisch, durch die Bauteiltoleranzen (Innenwiderstand der Dioden, Leitungswiderstände,...) entstehen an dem Knotenpunkt zwangsläufig Potentialunerschiede, welche sich dann wie ein kleiner Kurzschluß wirken.

2. Du benötigst für das Fernlicht und für die Sidmakers unterschiedliche Widerstände (R=U^2/P, wobei P die Nennleistung der zu ersetzende Birne ist. Die Standlichtbirne und die Fernlichtbirne haben unterschiedliche Leistungen.)

3. Mir ist nicht klar wie du das realisieren willst, Wenn du den Widerstand nach Zuleitung de Lampenkontrollgeräts installiertst ist der Knotenpunkt vor dem Wiederstand hast du einen Kurzschluß im Lampenkontrollgerät (Fernlicht aus =0V, Abblendlicht ein=12V...), wenn Du den Wiederstand nach dem Du dem Knotenpunkt legst hast du nur einen Eingang in das Lampenkontrollgerät = unsinnige Schaltung.

4. Ich hab mal ne Schaltung aufgezeichnet welche die originale Situation elektrisch nachbildet, wenn so umgerüstet wird, das das Fernlicht ein Scheinwerfer ist und das Abblendlich ein zweiter Scheinwerfer. (Austausch der Sealdbeams und erhalt US Optik). Der Originalstromkreis ist der von einem 86er 560SL. Die genau Belegung hängt davon ab wie die Umrüstung gemacht wurde. Kannst gerne mal die Schaltung hochladen.

Gruß
Justus


Anhänge :  img001.jpg   

Gullydeckel


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 Geschrieben 20.03.2016 19:48   
Hallo Jungs,

das schreit doch nach einem Elektroniker! Anstatt eine 65W-Fernlichtbirne durch einen 2,8-Ohm Lastwiderstand zu ersetzen (ich bin jetzt mal von 13,5V Bordspannnung bei laufendem Motor ausgegangen) wäre wirklich an der Zeit, dass mal jemand mit Sachverstand das Lampensteuergerät analysiert und ggf. Vorschläge für dessen Anpassung macht.

Wie schon geschrieben: Die Karosserie aufzuheizen kann nicht die Lösung sein. Wer unbedingt das Feature der Lampekontrolle auf die EU-Beleuchtung rüber retten will, sollte wirklich zu anderen Mitteln greifen (wobei ich spontan darauf keine Antwort habe). Die paar Watt der Positionsleuchten kann man ja noch mit Widerständen abfedern, aber bei den Brennern vom Fernlicht hört doch der Spaß echt auf. Und schade um die verballerte Leistung ist es allemal.

Bin echt gespannt wie's in meinem Auto gemacht wurde...

Schmorende Grüße Martin



Justus


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 Geschrieben 20.03.2016 22:14   
Hallo Martin,

ich gebe dir prinzipiell Recht, das problem ist halt man müsste ein Lampensteuergerät durchmessen und einen Schaltplan anfertigen. Die alten Dinger sind ja noch mit diskreten Bauteilen aufgebaut da ist sowas ja noch begreifbar. Vielleicht findet sich ja ein Kollege welcher ein altes Steuergerät übrig hat und jemand der die Muße hat sowas mal durchzumessen. Sobald der Schaltplan vorliegt dürfte auch klar sein wie das Ding zu modifizieren ist. Dankbare Anwender für die Lösung dürfte es genügend geben. Ein weiteres Feature ließe sich dann vermutlich auch realisieren; Die Glühlambenausfallkontrolle für die eventuell installierte Blinkfunktion in den Sidemakers.

Gruß
Justus

47brause13


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 Geschrieben 23.03.2016 15:35   
Hallo an Alle,

nach all dem Input lasse ich es, wie es ist, dann brennt halt die Lampenkontrollanzeige beim Fernlicht. Dauernd fahre ich auch nicht Nachts mit Fernlicht.

Ausnahme wäre, wenn jemand mit einer genialen Idee zum Umbau des Lampenkontrollgerätes kommt.

Vielen Dank erst mal, Jost

Johnny-1951


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 Geschrieben 23.03.2016 17:33   
Lol,
Mercedes hat sogar damals auf der blauen Diode sein Logo machen lassen.




-----------------
--- Gruß Werner ---

Gullydeckel


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 Geschrieben 23.03.2016 21:55   
So Leute,

das hat mir keine Ruhe gelassen. In der Bucht gab's ein preiswertes Studienobjekt. Kommt zwar vom 126er, aber da sollte vom Prinzip her egal sein.
Der Aufbau ist schnell erklärt. Es gehen alle Lampenkreise durch das Ding durch. Bei einigen Anschlüssen (wahrscheinlich wenn nur ein Birnchen dranhängt) läuft der Saft über eine Brücke gleich wieder raus und ein kleiner Abgang geht an einen Lampenkontroll-Baustein. In diesem Fall hier ULN2455A. Davon sind ingesamt 3 Stück drin gewesen, jeder kann 4 Lampenkreise bedienen. 2 weitere Maikäfer sind da noch drin, aber die waren mir aber erstmal egal.

Wenn mehrere Lämpchen (und vor allem "dicke") dranhängen, dann läuf das über einen sog. Shunt. Das ist im Prinzip ein Widerstand mit ganz wenig Widerstand (so wenig dass ich das mit meiner Heimwerkerausrüstung nicht messen kann), aber ordentlich Leistung. Darüber wird ein Spannungsabfall generiert, der auch wieder in den ULN2455A-Baustein reingeht. Über diverse Widerstände auf der Platine kann man dann den Baustein auf den Spannungsabfall der Shunts einstellen (so verstehe ich das Datenblatt). Hier ist dann aber für mich dann definitiv Ende...

Aus jeden Falll ist die Grundfunktion sehr einfach durch eine Brückenkonstruktion austauschbar. Im Schaltplan vom 560SL habe ich noch einen Hinweis gefunden, den ich so verstehe, dass die GRA durch die Bremslichter ein Massesignal bekommt. Wenn das fehlt, geht die GRA wohl nicht mehr (aha...). So habe ich das jedenfalls verstanden. Auch interessant. Also da müsste man dann ggf. mit einem kleinen Relais (das beim Bremsen Masse auf den Pin der GRA legt) diesen Kreis ergänzen, sollte man wirklich das Kontrollgerät rausbauen.

Also: Wenn die Kiste in Qualm aufgeht dann kann man fix was hinfummeln (siehe Beispiel im Bild unten). Am einfachsten wird es aber sein, das Kabel abzuziehen, dass zur Kontroll-LED im Kombi geht. Laut Schaltplan ist das am Lampenkontrollgerät der Pin 10 im Stecker X1. Das Ding hat 3 Stecker (2 mit 12 Pins, einen mit 16 Pins). X1 ist der breite Stecker mit 16 Pins. Auf dem Lampenkontrollgerät sind die Pin-Nummer aufgeprägt, da kann man den 10er gut erkennen

Alles ohne Gewähr! Wer's machen will nach der Anleitung bitte seine Kiste selber mal durchmessen!
Plan B: Keine Ahnung in welcher Farbe die Lampenkonroll-LED leuchtet, aber vielleicht kriegt man die Farbe ja auf blau gewechselt. Dann wäre es ja nicht mehr so schlimm, wenn sie bei Fernlicht leuchtet

Das Kabel vom Pin10/X1 abzuziehen ist aber schnell mal ausprobiert. Die Gefahr dabei Schaden anzurichten sollte auch nahe 0 sein.

Nur Mut
Grüße Martin


Anhänge :  Lampenkontrolle_W126_2.pdf   

Uwe560


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 Geschrieben 24.03.2016 09:24   
Hallo Martin,

der ULN2455A ist ja sogar ein Komparator speziell für die Ausfallkontrolle. So wie es aussieht wird der spezifische Lampenstrom jeweils nur mit einem Widerstand eingestellt.
Das motiviert mich wieder nach einem defekten Gerät für den 560er zu suchen und - bei viel Zeit - den Schaltplan raus zu zeichnen.
Das LAKG vom 126er ist leider nur ähnlich aufgebaut. Ich hatte mir vor Jahren ein defektes Modul gekauft, weil ich bei meinem einen abgerauchten Shunt ersetzen mußte.

Gruß Uwe

Justus


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 Geschrieben 24.03.2016 13:08   
Hallo Martin,

Danke für den Hinweis, habe mal nach dem Datenblatt gesucht und bin fündig geworden:
http://www.datasheetarchive.com/dlmain/Datasheets-115/DSAP00420.pdf

Auf Seite 4 rechts unten ist die Schaltung gut zu erkennen. Es müssen also, so wie du es schreibst nur die Widerstände getauscht werden, bzw wenn die Überwachung einer Lampe deaktiviert werden soll der Signaleingangspin für die Entsprechende Lampe mit dem Spannungspin verbunden werden so das kein Differenzsignal mehr am Komperator anliegt. Der Pin im Stecker darf dabei selbstverständlich nicht bestromt werden.

Frohe Ostern
Justus

Gullydeckel


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 Geschrieben 24.03.2016 19:56   
Ach so!

Ich hatte mir auch diverse Datenblätter angesehen, aber die sind ja für Leute gemacht die schon wissen wie es funktioniert. Was ich als 2 externe Widerstände verstanden habe ist natürlich einmal der vom Shunt und dann so ein klassischer (geringelter kleiner).

Das ist aber für mich schon alles ordentlich anstrengend, denke aber wir haben hier ein nettes Team zusammen. Ist schon ein bisschen wie Schwarmintelligenz

Wenn das Wetter so wird wie angesagt, dann versuche ich mal mein Teil aufzumalen (so als Aufwärmübung). Dabei kommt bestimmt kein Schaltplan raus, aber vielleicht kriege ich eine Illustration hin, die die Leiterbahnen und die Bauteile zeigt.

Ist aber schon irgenwie bedenklich. Im Autoforum über Widerstände, Komperatoren und Shunts zu diskutieren...
Naja. Ist für mich jedenfalls auch interessant und spannend und man trifft wenigstens nicht auf Klapperspiel, Rost oder Ölflecken.

Frohe Ostern
Grüße Martin

PS: Dieser Post wurde mit Elektronen aus Bodenhaltung erzeugt. Kein Ladungsteilchen wurde zu Sachen gezwungen, die es nicht auch so freiwillig gemacht hätte.



Marcel


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 Geschrieben 24.03.2016 20:26   
Hallo Martin,

hier lesen bestimmt mehr als nur eine Hand voll Elektroniker mit.

Du kennst das doch:

Morgens mit Widerstand aufstehen
den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen
und abends wenn man nach Hause kommt und an die Dose fasst
einen gewischt bekommt.

Das ist Elektrizität

Gruß
Marcel
Das ist auch gut.
The Sex Life of an Electron

by Eddie Currents*

One night when his charge was pretty high, Mirco-Farad decided to seek
out a cute little coil to help his discharge.

He picked up Milli-Amp and took her for a ride in his Megacycle. They
rode across the Wheatstone Bridge and stopped by a Magnetic field with
flowing currents and frolicked in the sine waves.

Micro-Farad, attracted by Milli-Amp's characteristic curves, soon had
her fully charged and proceeded to excite her resistance to a minumum.
He gently laid her at ground potential, raised her frequency, and
lowered her reluctance.

With a quick arc, he pulled out his high voltage probe and inserted it
in her socket, connecting them in parallel. He slowly began short
circuiting her resisitance shut while quickly raising her thermal
conductance level to mill-spec. Fully excited, Milli-Amp mumbled
"OHM...OHM...OHM!"

With his tube operating well into class C, and her field vibrating
with his currently flow, a corona formed which instantly caused her
shunt to overheat just at the point when Micro-Farad rapidly
discharged and drained off every electron into her grid.

They fluxed all night trying various connectors and sockets until his
magnet had a soft core and lost all of its field strength.

After wards, Milli-Amp tried self-induction and damaged her solenoids,
and, with his battery fully discharged, Micro-Farad was unable to
excite his field. Not ready to be quiescent, they spent the rest of
the evening reversing polarity and blowing each other's fuses.

Gullydeckel


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 Geschrieben 25.03.2016 22:06   
So ihr E-Techniker, los geht's.

Hier kommt die erste Platine vom Lampenkontrollgerät. Wenn mir einer sagt, dass er damit was anfagen kann, dann mache ich so ein Bild auch noch für die zweite.
Ist (leider) vom 126er, aber um die Funktion zu verstehen könnte das ja als Aufwärmübung herhalten.



Die Pinbelegung korrespondiert mit der, die ich etwas weiter oben schon gepostet hatte.
In dem Gehäuse sind 2 Platinen die sich gegenüber liegen und durch ingesamt 10 Kontakte miteinander verbunden sind. Legende ist mit dabei.

Grüße Martin

Link für Download: http://www2.pic-upload.de/img/30145569/Platine_1_Lampenkontrolle_W126.jpg

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 25-03-2016 22:07 ]

Justus


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 Geschrieben 26.03.2016 08:43   
Hallo Martin,

erstmal Vielen Dank für Deine Mühe. Das sieht ganz gut aus. Ich werde mal nach Ostern schauen was ich aus deinem Bild herauslesen kann. Die Verfolgung von einem Ausgang und der Beschaltung eines eines Komperator-Elementes des Bausteins sollte genügen um die prinzipielle Schaltungslogik zu verstehen. Wenn das klappt steht dann der Untersuchung eines 560-Gerätes nichts mehr im Wege (außer der benötigten Hardware). Vielleicht findet sich ja noch jemand der es versucht dann könnten die Ergebnisse verglichen werden.

Gruß von einem Maschinenbauer
Justus

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Justus am 26-03-2016 08:45 ]

RickyBobby


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 Geschrieben 26.03.2016 14:44   
jungs,
als diplom Elektrotechniker will ich auch mitspielen..
mein letztes labor ist zwar schon 20 Jahre her, aber warum nicht...
sobald ich zeit habe können wir gemeinsam spielen, und ich habe ein funktionierendes gerät im auto eingebaut...
das bekommen wir umgebaut !
euch ein schönes Osterfest !

yours rob

Gullydeckel


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 Geschrieben 26.03.2016 20:05   
Hallo Jungs,

prima, dann werde ich die zweite Platine auch noch auf biologisch-dynamischen Weg digitalisieren. Die meiste Arbeit dazu ist auch schon gemacht. Eine Liste mit den Widerständen erstelle ich noch dazu.

Rob: Klar darfst Du mitspielen
Was wir sicher noch brauchen werden, ist wenigstend die Last die auf den jeweiligen Shunts hängt. Die IC's reagieren ja lt. Datenblatt auf einen Spannungabfall von ca. 20mV. Es wäre hilfreich, wenn jemand für dieses Lampenkontrollgerät (W126) und/oder das vom 560er die Wattzahlen liefern würde, die auf dem jeweilgen Anschluss hängen, damit wäre es dann möglich, die Widerstandswerte der Shuts auszurechnen.

Spannende Sache!
Grüße Martin




47brause13


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 Geschrieben 26.03.2016 20:49   
Wow,

das Thema nimmt ja richtig Fahrt auf. Leider kann ich wegen elektronischer Inkompetenz nicht wirklich etwas beitragen. Schade. Spannend das Thema.

Viele Grüße, Jost

Gullydeckel


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 Geschrieben 26.03.2016 22:14   
So, hier Platine 2:

Die Liste der Widerstände vertagen wir dann mal auf den nächsten Regentag.
Wer hier richtig einsteigen will schickt mir am besten eine PN, dann kann ich die Powerpoint-Datei mit allen Daten an Stück rüberbeamen.



zum Runterladen:
http://www2.pic-upload.de/img/30155871/Platine_2_Lampenkontrolle_W126.jpg

Wie schon geschrieben: Die Pinbelegung der Anschlusskontakte kann in meiner Anlage weiter oben runtergeladen werden. Die Transistoren und IC's sind von untern dargestellt (die anderen Bauteile auch, aber da ist es egal). Es gibt 10 Verbindungsstellen zwischen den beiden Platinen, das sind die 10 roten rechteckigen Kästchen mit Nummern drin. 9 davon übertrage auch was. Eine ist nur eine Stütze, damit der Laden mechanisch stabil bleibt.

Bin extrem gespannt
Grüße Martin


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 26-03-2016 22:17 ]

Justus


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 Geschrieben 27.03.2016 18:51   
Hallo,

hat mir irgendwie keine Ruhe gelassen. Also die IC's auf den Platinen lassen nicht auf Rocket-Science schließen.

3* ULN2455A: Komperator Bausteine, je Komperator Baustein können 4 Schaltungen überwacht werden

1* CD14538b: Monoflop Baustein (Monostabile Kippstufe), vermutlich wird damit verhindert, daß bei einem defekten Blinkerbirnchen, die Glühlampenwarnleuchte mitblinkt

1* CD4077BE: Normaler Logik Baustein mit 4 invertierten XOR Eingängen (4 x XNOR)

Gruß
Justus


Gullydeckel


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 Geschrieben 27.03.2016 21:58   
Hallo Jungs,

finaler Stand. Habe die Platinenbilder noch minimal überarbeitet, hauptsächlich bei der Nummerierung. Dabei ist mir aber noch ein Kondensator aufgefallen (C4), den ich im ersten Durchgang übersehen hatte.

Platine 1


Download Platine 1


Platine 2


Download Platine 2

Bauteilliste Widerstände und Kondensatoren


Download Bauteile

Pinbelegung Anschlussleiste


Download Pinbelegung Steuergerät


Jetzt bin ich sehr gespannt ob jemand was daraus machen wird.

Grüße Martin



[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 27-03-2016 22:00 ]

Daimlerschwabe


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 Geschrieben 01.04.2016 20:55   
Guten Tag zusammen,
ich bin neu hier im Forum. Seit kurzem nenne ich einen 560 SL mein Eigen, zusammen mit meinem Sohn. Das Schrauben wird wohl mir vorbehalten sein, mein Sohn nimmt besser kein Werkzeug in die Hand.
Das Problem mit dem Lampentausch werde ich in Kürze ebenfalls haben, deshalb bin ich auch auf diesen Beitrag gestossen.
Ich bin Elektroniker und meine, es sollte kein zu großes Problem sein, das Schaltbild des Lampensteuergerätes herauszuzeichnen, um dann das Gerät so zu modifizieren, dass es keinen Fehler mehr anzeigt wegen der offenen Leitung.
Allerdings wäre das deutlich einfacher, wenn ein Gerät vorliegen würde, an dem man auch die Leitungsführung herausmessen könnte. Allein anhand der Zeichnungen dürfte das sehr mühsam sein. Ausserdem wäre es hilfreich, einen Stromlaufplan des Fahrzeuges zu haben, um die Zusammenhänge zu erkennen.
Hat jemand so ein Gerät, auch defekt, das man auseinandernehmen kann (nicht kaputtmachen, falls es nicht schon kaputt ist)?
Hat jemand einen Stromlaufplan?
Wenn ja, ich würde mich gerne einbringen!

Viele Grüße
Eugen

Gullydeckel


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20.09.2015

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Nachrichten: 582

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 Geschrieben 01.04.2016 21:47   
Hallo Eugen,

wilkomen und herzlichen Glückwunsch zum Projekt. Ein Elektroniker ist bei diesem Thema natürlich ganz besonders gern gesehen

Zu Deinen Vorschlägen und Anregungen:
Der einfache Teil: So ein Gerät hast Du selber, nämlich in Deinem Auto. Ich habe mir aus Neugier einfach eines vom 126er bei Ebay geschossen (9EUR), das war's mir wert. Das Gehäuse ist ruck-zuck offen und dann kann man sofort sehen, welcher Pin mit welchen anderen Pins verbunden ist. Ich hätte auch das aus meinem Auto genommen, aber da kam ich auf die Schnelle nicht ran.

Warum Du der Meinung bist, dass es mit einem Originalgerät besser geht als mit den bearbeiteten Fotos der Platinen ist mir zwar nicht ganz klar, aber Du kannst es ja direkt an (Deinem) lebenden Objekt erledigen. Da wir ja eigenlich am 560er interessiert sind, ist das natürlich auch besser, als zunächst an einem EU-126er eine Trockenübung zu machen.

Ganz einfach ist die Sache mit den Stromlaufplänen (man sieht da auch ganz schnell, wo der Saft reingeht und wo er rauskommt). Zunächst mal sollte man als Besitzer eines US-Fahrzeuges diese Seite hier kennen: WIS-Online

Aus mir unbekannten Gründen hat der Hausmeister diese Adresse noch nicht in seine Linksammlung aufgenommen. Hier findest Du alle offiziellen Mercedes-Werkstattinfos für unsere Fahrzeuge legal und kostenfrei (aber auf englisch).
Der Schaltplan ist dabei
hier zu finden. Liegt als PDF vor und kann natürlich auch runtergeladen werden. Etwas blöd ist, dass 2 der 3 Stecker am Lampenkontrollgerät 12 Pins haben. Da muss man sich dann über die Kabelfarben einen Reim drauf machen welcher welcher ist, aber wenn Du in Deinen Beifahrerfußraum schaust, dann wird alles ganz einfach.

Viel Spaß beim Tüftlen und gibt nicht auf den Sohnemann anzulernen.

Grüße Martin



Marcel


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 Geschrieben 02.04.2016 10:41   
Hi Moin Martin,

magst Du denn US Schaltpläne gerne lesen?
Ich kann gerne mit einen Schaltplan, wie hier in üblich, dienen.
Für den 560 SL gibt es drei verschiedene, zusammen knapp 7,5 MB groß.
Schickt mir eine E-Mail, bitte kein PN.

Schönen Tag noch
Gruß
Marcel

Gullydeckel


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 Geschrieben 02.04.2016 10:48   
Moin Marcel,

nehme ich sofort. Wenn ich Dir keine PN schicken soll, dann müssen wir aber irgenwie an unsere Email-Adressen kommen....
Du kann mir ja eine PN schicken, dann maile ich ich direkt an.
Danke noch mal für das Angebot.

Sonnige Grüße Martin

Roadstolett


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 Geschrieben 02.04.2016 11:09   
Hallo Daimlerschwabe Eugen,

du schriebst, u. a.:

"Guten Tag zusammen,
ich bin neu hier im Forum. Seit kurzem nenne ich einen 560 SL mein Eigen, zusammen mit meinem Sohn. Das Schrauben wird wohl mir vorbehalten sein, mein Sohn nimmt besser kein Werkzeug in die Hand."

Was Eugen sein Eigen nennt ist also zum Teil des Sohnes, der besser kein Werkzeug in dessen, seine Hände nehme?

Verstehe. Zum Teil. Womöglich.

Doch zunächst auch guten Tag Eugen! Und Guten Tag auch deinem Sohn!

Für den Erfahrenen ist es mitunter eine große Herausforderung, der Jugend - und sei sie noch so alt - beim forschen zuzuschauen und bei sich glasklar abzeichnendem xgrchuuupsfzgpskrachchzzzzöhhhgggmmm immer noch geduldig zu assistieren oder mit schauspielerischem Talent die Garagendecke auf Fehlstellen hin zu inspizieren. Und ja, wenn ein junger Mann gerne Ballett tanzt oder viel lieber seine Geige streich(el)t als Knickwinkel von Kardanwellen zu messen, dann war zu Ostern der Ring-Rätschensatz vielleicht nicht das passende Geschenk.

Ein schwäbisches "Komm, gang weg!" wirkt halt nicht auf jeden Sohn, und sei dieser auch schon g'scheit mit seinen 40 (plus), motivierend, so dass der Vater sich abermals wie bisher auch in seiner Auffassung bestätigt sehen wird, dass der Sohn das einfach nicht so kann.

Eugen, auch wenn du als Daimlerschwabe mutmaßlich recht sparsam bist, was ja eine Tugend sein soll, angeblich - spare nicht mit deinem Zutrauen in deinen Sohn.

Ich hoffe, zum Erhalt nicht Eugens, sondern Eures SL in meiner mir angeborenen zurückhaltenden Art beigetragen zu haben und wünsche euch viel Freude in einer guten gemeinsamen Zeit.

Winni

Marcel


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 Geschrieben 02.04.2016 15:38   
Hi Martin,
schau mal hier

Gruß
Marcel


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Daimlerschwabe


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 Geschrieben 02.04.2016 16:19   
Hallo zusammen,

da habe ich ja was ausgelöst!

@ Martin: Amerikanische Stromlaufpläne zu lesen ist nicht gerade jedermanns Sache auf dieser Seite des großen Wassers.
Ich traue mir das schon zu, aber leichter sind die deutschen zu lesen, das heißt, ich hätte sie auch gerne.
Wie kann ich Dir meine email-Adresse vermitteln, ohne sie gleich breit zu streuen (Du weißt, ich bin neu im Forum)

@ Winni:
Richtig, wir haben uns den Wagen zusammen gekauft und werden nun Brüderlich? Väterlich?..... teilen.
Ich schraube, mein Sohn fährt.....
Nein, ganz so ist es nicht, aber ameine praktische Ader habe ich meinem Sohn leider nicht ganz vererbt, aber vielleicht kann ich ja noch hoffen. Das Schwabenalter hat er schon erreicht, den großen Knall habe ich allerdings nicht gehört, kann aber daran liegen, dass er einige Kilometer weg wohnt ---
Auf jeden Fall werde ich Deine Ratschläge beherzigen!

Liebe Grüße
Eugen

Daimlerschwabe


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 Geschrieben 02.04.2016 16:25   
Hallo Marcel,
nun bin ich es noch einmal.
Wer leden kann ist doch klar im Vorteil. Hat sich jetzt wieder bestätigt.
Habe Dir gerade eine email geschickt. Text ist vielleicht etwas verwirrend, habe Eure Namen durcheinander gebracht.
Kann ich die Pläne auch haben?
Wäre schön.

Viele Grüße
Eugen

Justus


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 Geschrieben 03.04.2016 19:13   
Hallo,

ich habe leider keinen passenden Schaltplan zum 126er, aus dem ja das Steuergerät stammt, zur Verfügung. Kann jemand bitte mal nachschauen was an den Anschlüssen 7C, 5C und 13B angeschlossen ist, bzw. wie diese beschaltet sind?

Den Belegungsplan von Martin deute ich so, daß die Anschlüsse 7C, 5C und 13B kurzgeschlossen sind. Dies hätte aber zur Folge das beide Komperatoreingänge das gleiche Potential haben! Auf der Platine ist aber zwischen 7C - 13B und 5C - 13B je ein Shunt zu erkennen...

Vielen Dank
Justus

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Justus am 03-04-2016 19:15 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 03.04.2016 20:58   
Hallo Justus,

das was ich so leichtfertig "Pinbelegung" genannt habe, sollte sozusagen eine Bauanleitung für einen Kurzschlussadapter sein. Wenn man die markierten Pins miteinander verbindet, dann gehen auf jeden Fall die entsprechenden Lampen.
Dazwischen sitzen im LKG natürlich die Shunts.
Ich bin jetzt dabei eine Übersicht der Anschlussbelegung für das 560er-LKG zu machen. Wenn ich das richtig einschätze, dann könnte die Lösung für das Problem sehr einfach sein. Da ich das 560er-Modul aber noch nicht von innen gesehen habe und für das 126er-Modul nicht die äußen Anschlüsse kenne, ist das natürlich etwas vage, aber logische Schlussfolgerungen drängen sich jetzt schon auf.

An dem Komperaturbaustein hängen wahrscheinlich meist die rechte und die linke Fahrzeugseite des zu diagnostizierenden Lampenkreises. Leider sind die Datenblätter die man so findet nicht so aufgebaut, dass da einfach steht, wie das Ding arbeitet. Es wird vorausgesetzt, dass man das eigentlich schon weiß, aber ich glaube, dass immer 2 parallele Shunts für rechts und links auf einen der 4 internen Kreise des Komperaturs gehen (Sonderfälle wie die 3. Bremsleuchte jetzt mal ausgenommen).

Edit: Die vorstehende Erkenntnis mit den parallelen Shunts ist defintiv Unfug - sorry!

Wenn die Lampen heile und angeschaltet sind, dann fällt über den Shunt eine Spannung von ca. 20mV ab. Der Baustein schaut jetzt wahrscheinlich nur, ob er auf dem einen Füßchen diese ca. 20mV weniger/mehr sieht. Ist auf beiden Anschlüsse aber plötzliche das gleiche Spannungsniveau, dann ist die betreffende Lampe kaputt und er macht die Kontrolllampe an (der Ausgang "Out" wird dann auf Masse geschaltet).

Lösung:
Wenn dem so ist, dann muss man nur das "Out"-Füßchen des jeweiligen Komperaturkreises ausbohren, durchkneifen, entlöten und isolieren, die Leiterbahn durchritzen, ... - fertig. Dieser Kreis ist dann abgekoppelt und macht nie mehr die Kontrolllampe an.

Das wären dann beim US-Modell die "Sidemarkers r/l v/h und der zusätzliche Fernlicht-Kreis r/l
Ab hier wäre es dann wieder ein Job für einen normalen Mechaniker

Habe das in der Anlage mal exemplarisch skizziert, was meinst Du dazu?

Grüße Martin



[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 04-04-2016 19:13 ]

Anhänge :  Komperator_2a.pdf   

Gullydeckel


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 Geschrieben 03.04.2016 21:54   
Nachschlag.

hier die verdächtigen Anschlusspins des 560er LKGs, die mal auf ihre interne Verschaltung zu prüfen wären.
Alles unter Vorbehalt, habe das aus den verschiedenen Schaltplänen rausgesucht.

Wenn das klappt, dann würde die Lampenkontrolle noch gehen, nur die Fehlalarme von Fernlicht und Begrenzungsleuchten wären vorbei.

Na denn: Forscher vor!
Grüße Martin


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 04-04-2016 20:23 ]

Anhänge :  Veraechtige_Stromkreise_LKG_560_2a_2.pdf   

Justus


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 Geschrieben 03.04.2016 22:18   
Hallo Martin,

eigentlich hatte ich den Gedanken das Lampenkontrollgerät so zu modifizieren das auch nach einem Umbau z.B. Blinker in den Sidemakers,... die Überwachungsfunktion erhalten bleibt, und das möglichst auch rückrüstbar. Das scheint mir auch möglich- Einfach die Lämpchen zum erlöschen zu bringen ist relativ trivial, man muss dazu nur die Ausgäne der Komperatoren lahmlegen.

Gruß Justus

Gullydeckel


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 Geschrieben 04.04.2016 07:08   
Hallo Justus,

also rückrüstbar wäre der oben beschriebene Weg ja auch.
Das LKG funktioniert nach wie vor und wenn man mal wieder mit Sidemarkers und Sealed Beams fahren will, dann geht das eh (die Kabel liegen ja und sind noch aktiv). Wer dann auch noch eine aktive Ausfallkontrolle will, setzt halt wieder ein Lötpunkt.

So viel zur Theorie.

Die Sache hat mich heut bestimmt auch im Schlaf beschäftigt. Was ich weiter obe skizziert hatte ist natürlich Käse. Am Komperatar liegen keine 20mV an. Der hat ja einen Speisespannungseingang und den "Vergleichseingang" - oder? In meiner Skizze hat das Kabel auch an der einen Stelle 20mV und an einer anderen 11,98V... peinlich.

Für die zusätzlichen Fernscheinwerfer wird es wahrscheinlich auch etwas schwieriger. Da die getrennt für beide Fahrezugseiten abgesichert sind, hängen bestimmt beide Fernlichtbirnchen für je eine Seite an einem Komperatoreingang. Zumindest hier ist ein Elektroniker gefragt. Da einfach den Ausgang abzukoppeln macht zwar die Kontrolllampe aus, aber dann ist auch die Ausfallkontrolle deaktiviert und das war ja der Ausgang dieser Kobelei - das wollten wir vermeiden.

Naja. war schon spät und der Tag hatte viele Kilometer

Für eine nachvollziehbare (Maschbauer-taugliche) Skizze wie die Schaltung funktional aufgebaut ist, wäre ich sehr dankbar. Und irgend jemand muss jetzt mal in ein 560er LKG schauen.

Grüße Martin

Nachtrag: Wenn sich jemand fragt, warum ich den Baustein "von unten", also gespiegelt abgebildet hatte (Komperator_2.pdf): Damit man das Pinning direkt auf die Platinenbilder des LKGs weiter oben halten kann. Da sind die Dinger nämlich auch von unten gesehen dargestellt.


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 04-04-2016 07:13 ]

Daimlerschwabe


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 Geschrieben 04.04.2016 09:19   
Guten Morgen zusammen,
ich habe jetzt mal bei ebay auf ein Lampenkontrollgerät geboten. allerdings vom 126. Die Funktion ist, davon gehe ich aus, aber die gleiche wie für den 107. Es muss dabei aber auch Unterschiede geben für den 107 Europaausführung und 107 US.
Ich hoffe, dass ich das Teil bekomme, bis jetzt hat jedenfalls noch niemand dagegen geboten.
Nach meiner Auffassung und nach dem was ich aus den Leiterplattenzeichnungen von Martin entnehmen kann, ist die Funktion wie folgt:
Die Lampenströme fliessen über Shunts. Ob dabei jede Lampe einzeln über einen Shunt geführt wird oder zwei Lampen gemeinsam und die Höhe des Stroms geprüft wird, ist mal zweitrangig.
Der Strom über den Shunt führt zu einem Spannungsbfall, der mit dem Komarator geprüft wird.
Es wird nun einfach geprüft:
Spannung vom Lichtschalter liegt an, Strom fliesst --> Lampe OK
Spannung vom Lichtschalter liegt an, kein Strom fliesst oder zu wenig Strom --> Lampe defekt.
Das Problem, dass die Lampenkontrolle leuchtet weil das zusätzliche Fernlicht fehlt müsste sich daher recht einfach lösen lassen:
Das zusätzliche Fernlicht ist, wie das erste auch, an der Klemme 56a am LKG angeschlossen. Ob es dabei einen eigenen Komparator hat, kann ich im Moment nicht sagen, aber falls ja, muss einfach der Ausgang dieses Komparators stillgelegt werden, falls nein, und die Ströme beider Fernlichter über einen gemeinsamen Shunt / Komparator geprüft werden, muss der Widerstandswert des Shunts vergrößert werden, damit auch ohne das zusätzliche Fernlicht sich der erforderliche Spannungsabfall einstellt.
Wie erwähnt, heute Abend weiß ich, ob ich das Teil bekomme, dann sehen wir weiter. Nachdem ich von Marcel dankenswerterweise die Schaltpläne erhalten habe, werde ich dranbleiben und mich wieder melden.

Viele Grüße
Eugen

RickyBobby


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 Geschrieben 04.04.2016 14:11   
ich hoffe das ich heute abend dazukomme, das lgk bei meinem auszubauen, dann wissen wir mehr... !
sieht gut aus, wie weit wir sind...
aber habe mich auch mal schlau gemacht.. anbei die original schaltung des komp.
schaltung[url=https://www.flickr.com/photos/123154065@N06/]/url]
2455A

also der komp. checkt definitv nur den spannungsabfall über den shunt. und der Komp reagiert auf 20mV.
somit muss also der Shunt doch einfach nur grösser/gleich sein als 0,020A/ I lampe oder bin ich jetzt falsch?
die ströme haben wir ja ( aus den leistungen der lampen), also können wir berechnen welche lampe worauf geht, und ob sie doppelt belegt sind?
und dann die betreffenden shunts austauschen in richtig dicke... und gut ist?

my 5 cents... bin auf euren input gespannt...

yours robert

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 04-04-2016 14:13 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:07 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:08 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:08 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 04.04.2016 16:15   
Hi Rob, hallo Eugen,

ja, im Prinzip sehr einfach, ich war nur angesichts der Verschaltung im LKG verstört. Es gibt da durchaus einfache Fälle: Z. B. Platine_1. Da kommt auf Pin 1C der Saft rein und geht auf 15B raus. Das vestehe ich. 1C ist Eingang und damit auch die Referenzspannung für den Komperator und am 15B geht der Saft über Shunt wieder raus und parallel an den zugehörigen "Vergleichsspannungspin" am Komperator. Hier könnte man jetzt den "Out"-Pin totlegen, dann wäre auf dem Zweig sofort Ruhe. Alternativ könnt man ggf. eine Wiederstandsschaltung aufbauen (mit gaaanz wenig Stromfluss), die dafür sorgt, dass da einfach 7-20mV am Vergelichs-Pin anliegen, wenn keine Lampenlast da ist
Soweit alles klar.

Aber wenn ich mir dann ansehe, wie der Ausgang 3C verschaltet ist, dann wird's mir echt zu kompliziert....

Es bleibt dabei: Erstmal muss man wissen, welches die relevanten Pins sind. Die habe ich für den 560er ja etwas weiter oben aufgelistet. Allerdings habe ich die entsprechenden Eingänge vergessen - liefere ich nacher nach. Dann fehlt nur noch der kundige Blick unter die Motorhaube des 560er LKGs.

Grüße Martin


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 04-04-2016 19:39 ]

RickyBobby


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 Geschrieben 04.04.2016 18:34   
jetzt wollte ich es gerade ausbauen, aber wo ist es..
dachte immer das sitz hinter dem Handschuhfach?
please help, wo ists?

guenniguenzelsen


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 Geschrieben 04.04.2016 18:45   
Im Fußraum der Beifahrerseite.
Fußmatte und Teppichdämmmatte rausnehmen. Dann den Plastikdeckel losschrauben.
Da sitzen dann mehrere Steuergeräte. Oben rechts ist das Lampensteuerungsgerät. Erkennst Du aber ja auch sofort an den Steckern.

Grüße
Thomas

Mercedes 560SL | 08/86 | Champagner-Metallic | Brasilbraun

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : guenniguenzelsen am 04-04-2016 18:45 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 04.04.2016 19:34   
Hallo Kollegen,

hab's mal wieder nicht ausgehalten und das Ding kurzerhand rausgerissen. Einbauort und Stecker siehe hier:

Einbauort LKG 560SL

Zunächst: Die Kiste ist länger als die vom 126er und drinnen ist auch viel mehr los. So einfach kommt man da nicht mehr an einen Schaltplan. Ist aber ggf. auch gar nicht nötig das Ding komplett zu verstehen. Habe erstmal einen meiner Beiträge mit Bild weiter oben etwas bearbeitet und werde heute Abend noch eine vollständige Pinbelegung der Kiste posten. Die Anlage mit der Pinbelegung der "verdächtigen" Pins bzw. Stromkreise habe ich auch überarbeitet. 2 Kabelfarben sind übrigens bei mir nicht identisch mit der Beschriftung im deutschen bzw. auch amerikanischen Schaltplan (Stecker X3 Pin 11 und 9). Mehr als die Kenntnis dieser 9 Pins und ihres Pfads im Inneren des LKGs braucht man glaube ich nicht.

Wahrscheinlich wäre ein interessanter Weg, einfach einen Adapter zu bauen, der einen Anschluss der 126er-Kiste an den 560er ermöglicht....

Grüße Martin

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 04-04-2016 19:35 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 04.04.2016 21:54   
Hier die restlichen Daten und Infos.

Komplette Steckerbelegung des LKGs vom 560SL sowie eine Darstellung um welche 9 Pins man sich nur kümmern muss.

Anschlussleiste LKG 560Sl

Komplettes Pinnig unten als Anlage.
Hier noch die Fotos vom Innenleben:

Platine_LKG_560SL_1.jpg

Platine_LKG_560SL_2.jpg

Grüße Martin

Edit: Habe die Pinbelegung noch mal korrigiert. Kabelfarben an 2 Stellen und ein paar Bezeichnungen korrigiert

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 07-04-2016 21:51 ]

Anhänge :  Pinbelegung_Lampenkontrolle_560SL_2.0.pdf   

RickyBobby


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 Geschrieben 06.04.2016 10:38   
habe es mir ausgebaut und angeschaut.. doof... durch die sandwichbauweise ist "Reverse Engineering" sehr schwer...zumindest für meine bescheidenen Kenntnisse...
aber..
die begrenzungsleuchten sind alle miteinander verbunden...
als Pin9und 2 von x2, sowie 9 und 11 von x3.. und auch eingang 16 von X1 ...
über eine breite kupferbrücke und diese "Alu,Kühlrippenleiter ???"
und von diesem Verbund geht eine Leitung zum pin 6 am Komparator ( siehe Beschallung Komp oben) , das passt also..das ist die vergleichsspannung.
dann also jetzt den Ausgang vom Komp nehmen, das ist Pin 4, der verliert sich ein bissen, kommt aber auf jeden fall an PIN4 am 10pol stecker an.aber das signal geht auch 2 mal noch an anderen Komp....

so meine 5 Cents... next one ...
btw. was sagt denn der Schaltplan zur Birne im cockpit? wird das einmalig angesteuert, also im LKG alle Ausgänge gesammelt und dann ein signal raus?

IMG_6306 [/url]IMG_6308

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:09 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 06.04.2016 19:24   
Hey Rob,

Du bist ein Guter! Alle Deine Annahmen kann ich bestätigen. Direkt über Deinem Beitrag ist ja ein PDF mit der kompletten Steckerbelegung. Ergänzend zu Deinem Hinweis was alles zusammenhängt sein noch erwähnt, dass die Pins 4 und 6 von X2 da auch noch mit dranhängen (die beiden Kennzeichenleuchten).
Auf dem X1 (16-poliger Stecker in der Mitte) sind alle Eingangsströme. Dabei haben Standlicht, Abblendlicht und Fernlicht jeweils 2 Eingänge in das Modul wegen der getrennten Absicherung für linke und rechte Fahrzeugseite. Alle anderen "Lichtquellen" haben jeweils einen Eingang. An den Ausgängen (bis auf 3. Bremsleuchte alle auf X2 und X3) hat dann jedes Birnchen (rechts, links, vorne, hinten) seinen eigenen Pin.

Das was Du als "Kühlrippe" erkannt hast, ist eine dicke Brücke und ja, die ganzen Schaltausgänge werden auf den Platinen gesammelt und zusammengefasst, aufgehübscht und gehen schließlich über Pin 10 (X1) raus an die Kontrolllampe.

Wer also die Nase voll hat, kann die entsprechenden Pins gemäß Plan oben (PDF über Robs Beitrag) mit Klebeband oder Lüsterklemmen (...) zusammentüddeln und die Leitung die zur Kontrolllampe geht (Pin 10/X1) mit den D+ Signal des Generators (Pin 12/X1) zusammenbringen, dann leuchtet sogar noch die Lampenkontroll-lampe bei "Zündung ein" zusammen mit der Ladekontrolle und geht aus, wenn der Motor läuft. Toll!

Das mit dem Zusammentüddeln ist natürlich nicht ernst gemeint. Man macht das selbstverständlich handwerklich sauber!

Damit wäre die Funktion aller Lampen gewährleistet (auch die im Kombi tut noch so als ob sie tut), aber es gäbe keine Lampenkontrolle mehr.

Aus meiner Sicht gibt's daneben nur 2 vernünftige Lösungen.

1. Deaktivierung der "Out"-Pins der betroffenen Komperatorkreise (betroffene Pins zur Verfolgung gemäß PDF weiter oben "verdaechtige_Stromkreise_5.......pdf)
2. Verbau eines 126er LKMs.

Ich werde mich mal um die Option 2 bemühen. Die ist nämlich lötkolbenfrei. Die Mercedes-Stecker kann man ja gut öffnen. Ich stelle mir das so vor:
Die 126er-Module gib's massenhaft und sie sind billig. Ich hab schon eins, aber jeder der das nachmachen wollte, könnte sich für 10-30 EUR so ein Ding schießen. Dann benötige ich vorab natürlich einen Schaltplan der Lampenkontrolle vom W126 (kann jemand helfen?). Man kennzeichnet dann zunächst mit kleinen Beschriftungsfähnchen die Kabel in ihrer jetzigen Position am 560er (an allen 3 Steckern). Dann die Stecker öffnen und die Kabel/Kontakte ggf. umsortieren, so dass die passenden Eingänge des 126er-Moduls getroffen werden. Man hat dann so zu sagen einen Adapter für`s 126-LKM gebaut.
Fertig.

Billige Lösung, einfach und reversibel. Wer sich dabei dann noch sanieren will, verkauft anschließend sein 560er-LKM für irres Geld bei Ebay USA.

Soweit die Theorie. Hat jemand einen passenden 126er-Schaltplan den er mir schicken kann? Erbitte ggf. eine PN mit Email-Kontaktdaten.

Grüße Martin




[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 06-04-2016 20:20 ]

RickyBobby


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 Geschrieben 06.04.2016 21:56   
hey martin , gute Idee eigentlich mit dem 126 er gerät..

hab mir direkt eins geschossen für nen 10er..
welche Nummer hast du? die A 1265420332 ?

hier mal das LKG ausm google, leider nicht vollständig..

schaltplan LKG W124 by [url=https://www.flickr.com/photos/123154065@N06/]


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:06 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:16 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 06-04-2016 23:18 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : RickyBobby am 07-04-2016 16:01 ]

Gullydeckel


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 Geschrieben 07.04.2016 12:58   
He Rob,

ja, korrekt. Schau mal das letzte Bild in meinem Posting vom 27.03. Da steht die Teilenummer auch oben drüber.

Dein Bilderlink funktioniert leider nicht (wegen https). Nimm mal das "s" weg, das überschreibt nämlich den Doppelpunkt. Auch wenn man das von Hand im HTML nachfummelt wirds nicht besser, habe das alles auch schon durch. "http"reicht auch oftmals aus, die Seite wandelt es dann meist selber in https um, dann geht's.
Flicr ist aber leider bei mir an der Arbeit gesperrt, kann mit das erst heute Abend ansehen, oder ist die Auflösung da auch nicht besser?
Der Plan wäre ansonsten genau der Richtige.

Was ist denn eigentlich mit den ganzen anderen Elketronik-Fans hier so los? Wir nähern uns der 4500er-Marke bei den Lesungen, aber es ist doch ziemlich ruhig geworden. Freunde - gebt alles!

Wir schaffen das!
Grüße Martin

RickyBobby


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 Geschrieben 07.04.2016 16:03   
Voila!
Link geht vermutlich
Jetzt müssen wir nur noch ruasfinden welche E lampe , welch Funktion hat...

Gullydeckel


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 Geschrieben 07.04.2016 21:48   
Erledigt - Rob sei Dank.

So langsam entwickelt sich eine gewisse Routine... Mit Hilfe der Unterlagen die ich schon hatte und vor allem all dem Kram, den ich zur Belegung des 560er rausgesucht hatte, ging es eigentlich recht schnell.

Gute Nachrichten - es wird sehr einfach.

Man muss lediglich 7 Kontake aus den jetzigen Steckern herausziehen und 2 umstecken und einen der herausgezogenen Kontakte noch an einen anderen mit anschließen - das war's.

Für die Perfektionisten: Es wird dann keine Lampenausfallkontrolle mehr für die 3. Bremsleuchte geben. Also entweder auf LED umrüsten (fällt nicht mehr aus) oder hin und wieder mal kontrollieren.

Die Belegungen der Stecker zwischen W126- und 560SL-Modul sind fast identisch, der 560er hat halt ein paar Pins mehr, die man in der EU-Version nicht braucht. Genau dieses Pins sind dann auch am W126er-Modul nicht vorhanden.
Bei Lampen, die es beim EU-Modell nicht gibt, werden somit einfach die Kontakte rausgezogen, nur die beiden Kontakte der Fernlichtbirnchen müssen in ihrem Stecker etwas umgesteckt werden.

Ach ja: Das Kabel zur 3. Bremsleuchte (bislang Pin 11/X1 bitte direkt mit der Eingangsleitung (Pin 15/X1) verbinden. Das ist eigentlich der einzige "Kunstgriff" bei der Sache.
Feinheiten: Da wo beim 560er-Modul der Ausgang zur 3. Bremsleuchte sitzt, ist beim EU-Modell der Eingang für die Nebelschlussleuchte - die der 560er ja nicht hat.
Am Stecker X1 muss man somit nur diesen Kontakt (11) rausziehen (und mit 15/X1 verbinden) und das war's für diesen Teil.

Bleibt noch zu prüfen, ob man die jetzigen Stecker aus dem 560er auf das 126er-Modul drauf bekommt, aber davon gehe ich mal aus.

Hier ein Bild zur Umrüstung:


Und unten noch die beiden Pinbelegungen als separate PDFs. Kann man ausdrucken und nebeneinander legen, dann sieht auch der Laie, wie einfach es geht.

Grüße Martin


Edit: Nix umstecken - ist viel einfacher. Habe die Anlage aktualisiert, Details dann ganz unten



[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 09-04-2016 21:15 ]

Anhänge :  Pinbelegung_Lampenkontrolle_W126_in_560SL_3.0.pdf  Pinbelegung_Lampenkontrolle_560SL_2.0.pdf  

Gullydeckel


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 Geschrieben 08.04.2016 14:19   
Da ist mir gestern Abend noch was eingefallen. Man müsste eigenltlich den Kreis der Nebelschlussleuchte als Lampenkontrolle für die 3. Bremsleuchte nutzen können. Werde am WE mal die Birne prüfen (da müssen dann ja auch 21Watt entnommen werden, ggf. muss dann ein Wiederstand noch in Reihe falls die jetzige Birne schwächer ist) und einen modifizierten Plan anfertigen.

Wenn das tatsächlich alles so spielt wie gedacht, dann gäbe es nix mehr zu mäkeln.

Grüße Martin

thomastheo


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 Geschrieben 08.04.2016 14:51   
Hallo Martin,

bei meinem 560SL steckt eine 21W Lampe in der 3.ten Bremsleuchte.
Habe die Leuchte kürzlich überholt, da innen und teils auch aussen der Kunststoff überall gesprungen war.




-----------------
Schönen Gruß, Thomas - 560SL/86 - 280SE/71 - XJ8 4.0/00

RickyBobby


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 Geschrieben 08.04.2016 15:00   
wer hat denn noch ne 3te Bremsleuchte

Gullydeckel


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 Geschrieben 08.04.2016 16:38   
Thomas, danke für die Info,

hast Du das "dicke Ding" oder die flache Ausführung?
Ist ggf. dann für die Umrüstanleitung von Interesse.

Rob: Ich hab das Ding noch, weil ich die flache unauffällige Ausführung besitze. Den großen Gnubbel hätte ich sicher schon entfernt. Bin aber kein Lackprofi und die Lackierer sind (fast alle) Wegelagerer. Also bleibt das Teil bei mir auf jeden Fall drauf

Bis später
Martin

Uwe560


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 Geschrieben 08.04.2016 22:41   
Die dritte Bremsleuchte hat sicher jeder, der noch Originallackierung hat .

Gruß Uwe

RickyBobby


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 Geschrieben 09.04.2016 20:46   
so jungs,
heute mittag hab ich mal umgebaut... war ja soweit kein problem, nur am X3 muss man die aussenseiten des Steckers noch ein bisschen anpassen ..

warnLampe ist aus, bei allen Leuchtfunktionen ! sehr gut...
aber meine inneren Scheinwerfer gehen nicht .. ( dachte die sind für Fernlicht, das machen bei mir aber die äusseren mit, schalten von abblend in fern)
jetzt weiss ich nicht mehr für was die inneren Scheinwerfer überhaupt waren, welche Funktion?
ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung ob die jemals gingen, meine aber schon bei Fernlicht?

schaut mal bei euch, und sagt mir bescheid...

yours rob

Gullydeckel


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 Geschrieben 09.04.2016 20:55   
So Leute - habe fertig.

Ganz ohne Widerstände und Elektronik. Nur einen Lötkolben habe ich dann doch kurz benutzt. Es ist so unglaublich einfach, unfassbar.
Bei mir funktioiert alles. Und wenn ich irgendein Birnchen (Standlicht, Bremslicht, Abblendlicht, 3. Bremsleuchte, ...) rausdrehe, dann kommt sofort die Kontrolllampe. So wie's sein soll.

Wie geht's?
Man nimm das 126er LKM (126 542 0332). Die Steckplätze X2 und X3 kennzeichnen, ebenso am Kabelbaum (glaubt mir, man kommt sonst durcheinander). Vorab mit einem Cutter leicht an der Steckerführung des neuen LKMs rumfiedeln, so dass der Stecker X3 auf den Steckplatz X3 draufgeht. Muss man nicht erklären, wer's versucht, sieht sofort was da im Weg ist.

Wer eine 3. Bremsleuchte hat, muss im Kabelstrang zum breiten (16poligen) Stecker X1 die beiden Kabel 11 und 15 (kann man gut vom Stecker von den beiden numerierten Pins aus verfolgen) durchknispen (nur Mut). Weiterhin am Stecker X2 das Kabel zu Pin 9.

Auf 11 kommt beim 560er der Anschluss zur 3. Bremsleuchte raus (Info: die flache Ausführung hat eine 20W-Birne, der "Gnubbel 21W). Auf 15 geht der Saft zu allen Bremsleuchten rein. Beim 126er-Modul ist hier der Eingang zur Nebelschlussleuchte.

*** !Diesen Kanal nutzen wir zukünftig um die 3. Bremsleuchte zu diagnostizieren! ***

Nun lötet man die frisch getrennte Verbindung von 15 wieder zusammen um dabei aber noch ein neues kurzes Kabel an dieser Stelle mit zu verbinden. Man kann hier sicher auch was fummeln oder mit einem Stromdieb arbeiten (Pfui). Einfach durchknispsen und mit einem weiteren Ende wieder zusammenlöten geht aber am besten und ist vernünftig gemacht. Stelle isolieren und gut.

Wir haben damit einen Abzweig vom Bremlichteingang geschaffen, den wir nun am gleichen Stecker mit dem Kabel das auf Pin 11 geht verbinden.

Das KABELBAUMSEITIGE Ende des Kabels 11 wird jetzt mit dem STECKERSEITIGEN Kabel von Stecker X2/Pin 9 verbunden. Das kabelbaumseitige Ende dieser Strippe geht zu einer ehemligen Begrenzungsleuchte, ist stromlos und kann fortan ignoriert werden.

Mehr muss man nicht machen. Alle Kontakte die sonst am Kabelbaum zu viel sind, hängen in den breiten Steckern einfach in der Luft, weil das 126er-Modul da an der Stelle gerade keine Pins hat. Total super.

*** Wichtig ***

Jetzt noch die Soffitten in den Rücklichtern gegen welche mit 10Watt austauschen. Hier waren (zumindest bei mir) 5W-Soffitten installiert. Da ging sofort die Ausfallkontrolllampe an. Hat etwas gedauert bis ich darauf gekommen bin....
Bei EU-Rücklichter auch darauf achten dass 10W-Lämpchen verbaut sind.

Wem das hier zu schnell ging, der kann sich gerne per PN melden, habe das in ein paar Seiten bebildertem Text zusammengefasst. Ich denke, dass zukünftig die Preise für die 126er-Module steigen werden

Hier die (korrigierte) Kompaktform:



Zum Nachvollziehen unten auch noch mal die Original-Belegung der 126-Moduls sowie der Plan zum Umändern.

Grüße Martin


[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 09-04-2016 21:04 ]

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von : Gullydeckel am 11-09-2016 22:05 ]

Anhänge :  Pinbelegung_Lampenkontrolle_W126_in_560SL_3.0.pdf  Pinbelegung_Lampenkontrolle_W126_Original.pdf  

Gullydeckel


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 Geschrieben 09.04.2016 21:03   
Hey Rob Du Forscherkind!

Da habe sich unsere Beiträge gerade überschnitten.
Du hast noch die US-Scheinwerfer? Das ist jetzt aber blöd. Mein Plan basiert darauf, dass die Kiste die EU-Leuchten hat.
Wenn Du die US-Schweinwerfer nutzt, dass wir es das Beste sein, die Begrenzungsleuchten mit Widereständen zu simulieren bzw. beim Deinem Original-LKG die Komperatorausgänge zu deaktivieren.

Ich habe die EU-Scheinwerfer, daher ist das 126er EU-LKG die optimale Wahl. Ich schick Dire mal alles per Mail.

Grüße Martin

jogi1168


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 Geschrieben 09.04.2016 21:08   
Hallo Martin,

interessanter Beitrag. Das 2 te PDF lässt sich nicht öffnen,

gruß

Arnd

Gullydeckel


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 Geschrieben 09.04.2016 21:23   
Hallo Arnd,

Hab's noch mal nachgesehen. Bei mir geht's mit dem Fuchs, mit dem IE und auch mit dem Smartphone.
Aber wer's genau wissen will und hier auf Probleme stört, kann sich ja gerne direkt melden.

Grüße Martin





RickyBobby


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 Geschrieben 09.04.2016 21:49   
thx martin für den walkthrough

ja natürlich hab ich noch die US Scheinwerfer )), will ja keine Glasbausteine im auto haben
aber das bekomme ich hin .. da machen wir noch ein Update zu deinem pdf.


ich muss nur kurz wissen wie der Lichtzustand nach umbau auf E-orm Us Scheinwerfer ist...
welche Funktion haben nochmal die inneren?

hab kein bock alles zurückzubauen...

yours rob

Gullydeckel


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 Geschrieben 09.04.2016 22:30   
Hallo Rob,

die beiden Inneren sollten noch mal zusätzliche Fernscheinwerfer sein.

Spontan fallen mir 2 Möglichkeiten ein:

Die beiden Strippen von X3 12 und 10 hängen bei Dir wahrscheinlich jetzt in der Luft, die gehen aber zu den beiden inneren Lampen. Wenn Du die mit X1 Pin 1 und 3 verbindest (also Kabel 12/X3 an 1/X1 und 10/X3 an 3/X1), dann geht's auf jeden Fall, aber ohne Ausfallkontrolle für diese beiden Birnchen.

Dann könntest Du noch versuchen die nach dem LKM mit den beiden aktuell scharfen Fernlichtstrippen zu verbinden (entweder direkt am Modul oder vorne in den Lampen). Das wird aber auch keine Ausfallkontollre für diesen Kreise bringen, macht nur vielleicht noch zusätzlich Ärger weil jetzt mehr Spannung über die Shunts abfällt (2 Lampen statt einer je Kreis).

Also am besten und schnellsten Option 1. Damit hast Du dann Ausfalllkontrolle für alles außer den inneren Fernscheinwerfern, und überall volle Funktion. Ist doch eigentlich nahe an 100%.

Grüße Martin

Andi_Fritz


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 Geschrieben 04.08.2016 13:32   
Hallo Martin (Gullydeckel),

vielen lieben Dank für die kompetente und freundliche Unterstützung... auch wenn ich als "Nichtelektronikspezialist" mehr Unterstützung gebraucht habe

Super Anleitung.. passt alles und tut!!!
Danke
Andreas



TomGT


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 Geschrieben 11.09.2016 21:51   
Hallo Martin,
Könntest Du mir die Umbauanleitung die Du oben erwähnt hast bitte per PN schicken?
Kann es sein , dass Du ein Tippfehler bei der Teilenummer des 126 Lkg gemacht hast? Angeboten werden 126 542 0332 nicht aber 126 541 0332. Gibt es da zwei unterschiedliche Typen?

Gruß
Thomas

Gullydeckel


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 Geschrieben 11.09.2016 22:07   
Hallo Thomas,

ja, war ein Tippfehler: 126 542 0332 ist richtig. Habe das in meinem Beitrag korrigiert, die Anlagen muss ich bei Gelegeheit mal aktualisieren.

Hast 'ne PN.

Grüße Martin



HerrTurtur


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 Geschrieben 10.10.2016 15:24   
Hallo Martin,
hätte auch mal gerne die Umbauanleitung.
Gruß Guido.

Gullydeckel


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 Geschrieben 10.10.2016 15:44   
Hi Guido,

klar, gerne. Ich brauch dafür aber Deine Email-Adresse (per PN).

Grüße Martin

  
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