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Forum-107
  
 Kühlflüssigkeitsproblem
Autor Kühlflüssigkeitsproblem
Rheinuli


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01.07.2015

Aus Ahrweiler

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 Geschrieben 16.02.2017 09:42   
Liebe Freunde!

Ich habe gestern wegen des schönen Wetters beschlossen, meinen 560er mal aus der Garage zu lassen. Er stand da seit November unter seiner Abdeckung....

Batterie hatte ich am Trainer; Öl gecheckt: Passt! Kühlflüssigkeit gecheckt: Minimal über Kaltbefüllungsgrenze -> Passt!

Schlüssel rein, kurz warten, Motor surrt wie ein Kätzchen! Prima!

Musste in die Kreisstadt. Fahre im Berufsverkehr dort etwa 10 km hin, stelle das Auto ab. Gehe zwei Minuten weg, steige wieder ein und was sehe ich? Leichter Dampf steigt aus der Kühleröffnung und dem rechten Radhaus auf. Motorhaube auf. Minimaler Dampf, der nach heißem Kühlwasser riecht, steigt in Fahrtrichtung rechts auf. Dann nichts mehr. Um den Einfülldeckel der Kühlflüssigkeit leichte Spuren von verdunsteter Kühlflüssigkeit auf dem Behälter und dem rechten Ventildeckel. Kühlflüssigkeitsstand im Behälter: Mehr als vor dem Kaltstart! Temperatur vollkommen in Ordnung.

Fahre zwei Kilometer auf einen Parkplatz. Alles gut. Fahre acht Kilometer heim. Alles gut.

Muss noch mal weg mit dem Dicken, der eine gute Betriebstemperatur hat und gebe ordentlich Gas. Auf dem Rückweg stehe ich an der Ampel: Tüchtig Dampf aus dem rechten Radhaus (da geht ja auch die Überlaufleitung aus dem Behälter hin. Zuhause nachgesehen: Keine Auffälligkeiten. Temperatur vollkommen in Ordnung....Kühlmittelstand immer noch zu hoch.
Habe den Motor mit offenem Kühlmittelbehälter laufen lassen - keine Blasenbildung....
War heute Morgen noch nicht in der Garage, weil ich früh raus musste.

Kühler kam letztes Jahr inkl. Flüssigkeit neu. Thermostat auch. Danach bin ich 5tkm problemlos gefahren. Nach der Winterpause nun das....

Was ist los?

Einfach Kühlmittelstand absenken und gut ist?

Wie ist Eure Meinung?

107 Grüße

Uli

Marcel


Sternzeit-107-Mitglied seit:
06.11.2002

Aus Leverkusen

Nachrichten: 1177

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 Geschrieben 16.02.2017 10:33   
Hi Uli,

vielleicht ist der Deckel des Ausgleichsbehälter defekt, nur so eine Vermutung.


-----------------
Gruß Marcel 300 SL Bj 3/86 und 300 CE-24 Bj 7/90

Rheinuli


Sternzeit-107-Mitglied seit:
01.07.2015

Aus Ahrweiler

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 Geschrieben 16.02.2017 10:38   
Danke Marcel!

Das wäre eine leicht zu behebende Lösung. Ist der defekt schon mal vorgekommen?

Kann ihn mal gegen einen Deckel von einem anderen Mercedes tauschen und versuchen....

Hat jemand noch eine andere Idee?

Grüße

Uli



Marcel


Sternzeit-107-Mitglied seit:
06.11.2002

Aus Leverkusen

Nachrichten: 1177

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 Geschrieben 16.02.2017 10:46   
Auf dem Deckel steht die Temperatur wann er öffnen muss.
Bei Deinem ollen Benz muss gemäß EPC der Deckel die Teilenummer
A 124 500 04 06 haben
Kauf einen neuen beim Freundlichen für 9,34 €


-----------------
Gruß Marcel 300 SL Bj 3/86 und 300 CE-24 Bj 7/90

Rheinuli


Sternzeit-107-Mitglied seit:
01.07.2015

Aus Ahrweiler

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 Geschrieben 16.02.2017 10:50   
So geht's auch.....

Roadstolett


Sternzeit-107-Mitglied seit:
08.12.2015

Nachrichten: 1573

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 Geschrieben 16.02.2017 10:59   
Hallo Rheinuli,

panta rhei. Du könntest mal rheinschauen, ob sich etwa ein Marder verbissen mit deinem 560 SL auseinandergesetzt oder zusammengesetzt hat. Durchgebissene Schläuche sind nicht immer auf Anhieb erkennbar und ersichtlich, mit scharfem waidmännischen Blick durchaus aber auszumachen. Als fachlich korrekt würde ich eine Dichtheitsprüfung ansehen, die fast schon eine Dichtheitsmessung ist. Dazu wird der Verschlussdeckel abgenommen und das Kühlsystem mittels anstelle dessen aufzubajonettender Kühlsystemdruckprüfungspumpe Druck erzeugt, 1,5 bar erachte ich für mehr als genug, 1 bar reicht reichlich. Ob mit Luftpumpe oder mittels Deckel mit angebrachtem weil angebrachtem Druckluftanschluss und Kompressor ist zweitrangig, so lange Mann den Druck nicht bar jeder Vernunft allzu hoch ansteigen und sein Vorhaben noch vor Beginn platzen lässt. Unter Druck jedenfalls zeigt sich, Manometer, ob der Druck denn gehalten wird oder irgendwo sich Luft verdünnisiert oder Wasser marschiert. So weit die Theorie, die in Werkstätten alltägliche Praxis ist. Praktisch würde ich so vorgehen: Kühlmittel mitführen in zwei 1,5 Liter Flaschen, Medium oder Classic ist egal, Heilwasser klingt gut, hat hier aber keine heilende Wirkung, dann einfach erst einmal fahren und freilich schauen, ob du eine Dampfmaschine hast und wenn ja, wo die Rauchzeichen aufsteigen und ob den der Kühlmittelstand wahrhaftig absinkt.

Ein akutes Problem sehe ich nicht, aber ich bin ja auch nicht vor Ort, schließlich muss ja jemand die Büttenrede für die Jahresfeier im Gurkenzüchterverein vorbereiten.

Winni

Marcel


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06.11.2002

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 Geschrieben 16.02.2017 11:06   
Uli,
habe gerade im WIS Kapitel 20-0020 nachgeschaut der Deckel öffnet bei 1,3 - 1,5 bar Überdruck und 130 °Grad


-----------------
Gruß Marcel 300 SL Bj 3/86 und 300 CE-24 Bj 7/90

Roadstolett


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08.12.2015

Nachrichten: 1573

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 Geschrieben 16.02.2017 11:07   
Nachtrag ohne nachtragend zu sein:

Wer das Überdruckkühlsystem bis heute nicht verstanden hat, dem sei empfohlen, sich von seiner mehr oder minder Holden den Schnellkochtopf erklären zu lassen, sofern jenem nicht allzu flugs vom TM 2 der gar aus zum Verhängnis in den Keller wurde.

Winni

PS/kW: Die Kennzahl auf dem Deckel steht unmittel bar im Zusammenhang mit Druck und ausschließlich hierdurch nur mittelbar letztlich in gewisser Hinsicht auch aber nicht vorrangig mit Temperatur. Kennzahl 100: 1 bar, Kennzahl 120: Wer weiß es?

Haltet eure H2O Moleküle im Zaum! Macht denen Druck, bevor sie einfach so verduften.

Marcel


Sternzeit-107-Mitglied seit:
06.11.2002

Aus Leverkusen

Nachrichten: 1177

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 Geschrieben 16.02.2017 11:12   
und deshalb steht auf dem Deckel A 124 500 0406 auch eine 140 drauf, weil er bei 1,4 bar öffnet.



-----------------
Gruß Marcel 300 SL Bj 3/86 und 300 CE-24 Bj 7/90

Roadstolett


Sternzeit-107-Mitglied seit:
08.12.2015

Nachrichten: 1573

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 Geschrieben 16.02.2017 11:22   
Marcel,

der virtuelle Preis für schnelle Auffassung geht heute an dich. Als Rheinländer wirst du ihn gebührlich, ohne Rücksicht auf Kosten, Menge und Volumen feiern, mit Rheinuli gar, bezahlt wird bar. Bin gespannt, wann wir wieder mit euch rechnen dürfen. Denk dran, bald wird angeblich die Zeit umgestellt, wobei jedem halbwegs bei Sinnen befindlichem Zeitgenossen klar sein sollte, dass das nicht möglich ist.

Winni

Richard64


Sternzeit-107-Mitglied seit:
27.10.2016

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 Geschrieben 16.02.2017 11:45   
Servus Uli,

zu deinem Problem fallen mir spontan 3 Möglichkeiten ein:
1. Zu hoher Kühlmittelstand -> Kühlmittelstand auf korrekten Level bringen. Das dürfte nicht schwer sein
2. Überdruck im Kühlsystem wg. defekter Zylinderkopfdichtung. -> Verbrennungsgase werden in das Kühlsystem gepresst. Gut zu erkennen am blubberndem Kühlmittel im Ausgleichsbehälter bei abgenommenem Deckel. Alternativ riecht es leicht nach Abgasen im Ausgleichsbehälter.
3. Defekter Deckel -> wurde bereits von Marcel angesprochen.

Das gilt es in dieser Reihenfolge zu prüfen.
Rein aus Interesse. Warum wurde der Kühler getauscht. Hattest Du schon mal eine Überhitzung des Motors?

Gruß
Richard

Rheinuli


Sternzeit-107-Mitglied seit:
01.07.2015

Aus Ahrweiler

Nachrichten: 80

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 Geschrieben 16.02.2017 12:11   
Liebe Freunde!

Schön, dass Euch mein Problem so beschäftigt.

@ Winni:

Ich habe die Schläuche visuell inspiziert und dabei im Besonderen meinen waidmännischen Blick nach Marderspuren schweifen lassen. Ich wäre technisch und ethisch durchaus in der Lage, dem Kerlchen eine Lektion zu verpassen. Habe aber nix gefunden.....

@ Richard:

Kopfdichtungsverdacht hat sich nach keinerlei Blasenbildung im Ausgleichsbehälter bei offenem Verschluss nicht bestätigt. (s.o.).
Den Kühler habe ich gegen einen neuen BEHR-Kühler vergangenen Mai tauschen lassen. Der alte Kühler hatte einen minimalen Riss im Plastik. Den bringe ich demnächst zur Reparatur und lege ihn mal weg.

@ Marcel:

Klar können wir unsere Ideen oder auch nur uns feiern. Wozu sind wir schließlich Rheinländer??? Do simmer dabei, dat is prihima, priiima Colonia....

Nun wieder zurück zu Sache. Weiberfastnacht ist erst in einer Woche....

Wenn es doch ein Problem mit dem Druck im System gibt, hätte dann nicht auch die Temperatur steigen müssen? So wegen niedriger Siedepunkt bei nicht geschlossenem Drucksystem (hatte ich mal bei einem MUNGA).

Ist es normal, dass der Flüssigkeitsstand bei warmen Motor stark steigt? Als der Motor nach der Winterpause noch nicht lief, war der Kühlmittelstand nur ganz leicht über der "Naht" (Kaltlinie). Als der Motor warm war, war der Ausgleichsbehälter fast voll.... Wo kommt denn da so viel Brühe her? Habe ja nichts dazu gekippt. Und ich war auch nicht kurz bei der Hochzeit mit der wunderbaren Weinvermehrung....
Uli


Richard64


Sternzeit-107-Mitglied seit:
27.10.2016

Nachrichten: 108

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 Geschrieben 16.02.2017 12:26   
Quote:

On 2017-02-16 12:11, Rheinuli wrote:

Kopfdichtungsverdacht hat sich nach keinerlei Blasenbildung im Ausgleichsbehälter bei offenem Verschluss nicht bestätigt. (s.o.).
Den Kühler habe ich gegen einen neuen BEHR-Kühler vergangenen Mai tauschen lassen. Der alte Kühler hatte einen minimalen Riss im Plastik. Den bringe ich demnächst zur Reparatur und lege ihn mal weg.




Hast Du das auch bei betriebswarmem Motor geprüft?

Zur "Kühlwasservermehrung":
Angenommen Du hast bei 10°C Aussentemperatur geprüft. Und angenommen dein Kühlwasser wird 95°C warm. Dann hast Du bei einem Mischungsverhältnis von 50:50 (Wasser:Frostschutz) und 10Liter Kühlwasser eine Volumenzunahme von ca. 0,39 Liter.

Gruß
Richard

Rheinuli


Sternzeit-107-Mitglied seit:
01.07.2015

Aus Ahrweiler

Nachrichten: 80

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 Geschrieben 16.02.2017 12:45   
Richard,

Kühlmittelstand habe ich bei 5° C geprüft und Motor war nachher warm. Also kann Deine berechnete Zunahme ja noch höher sein als 0,39 Liter. Das wäre eine Erklärung.

Die Prüfung auf Abgase im Kühlmittel bei laufendem Motor und geöffnetem Deckel habe ich nur bei warmen Motor durchgeführt....

Nochmal zurück zum defekten Deckel: Gibt es das wirklich häufiger??? Habe ich bei allen Autos, die ich hatte oder bei Bekannten noch nie gehört....

Uli

Roadstolett


Sternzeit-107-Mitglied seit:
08.12.2015

Nachrichten: 1573

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 Geschrieben 16.02.2017 13:02   
Abermals hallo Uli vom Rhein,

der Ausgleichsbehälter heißt so, weil er ausgleichend wirkt, bei den ganz Old School, wie etwa Gerds bald oder schon wieder aquablauen, wo möglich auch in heavy metal.

Probieren statt philosophieren:

Kühlmittelstand im Ausgleichbehälter richtigstellen durch richtig stellen. Höchststand ist Höchststand und Hochwasser ist Hochwasser.

Dichtung und Dichtsitz am Verschluss auf Verschmutzung/Verkrustung prüfen, reinigen.

Über den Bajonettstutzen am Ausgleichbehälter ein entsprechend gelöchertes Papiertuch Marke saugfähig oder gleichwertig mehrlagig drapieren

Deckel aufbajonetten

Probefahrt

==>: Tritt Kühlmittel dort aus, ist, wie Marcel vor Stunden schon schrieb, bei dir etwas nicht ganz dicht oder aber der Druck im System liegt über dem Öffnungsdruck des Ventils im Ventildeckel, was an überhöhtem Druck oder unerwünschtem öffnen des Ventils liegen könnte, was durch einfachen Tausch gegen einen anderen, gar neuen Ventildeckel zu erproben wäre.

Ich würde das Thema Zylinderkopfdichtung(en) hinten anstellen, jeder fängt klein an.

Bei abgenommenem Verschlussdeckel am Ausgleichsbehälter darf dort bei laufendem Motor - sofern zuvor Fahrstellung P eingelegt und Feststellbremse betätigt - kein Kühlmittel austreten. Dies würde ich zunächst prüfen und danach sieht Mann weiter, wohin Mann schauen sollte.

Mit Volldampf an die Arbeit!

Und ja, es gibt defekte Deckel. Nicht typisch, kein Schadensschwerpunkt, aber Richard führt das Teil als Ersatz auch aus diesem Grund und hat für (d)einen neuen bislang extra ein Plätzchen im Regal reserviert. Prüfe zunächst bei warmem, laufendem Motor und abgenommenem Deckel den Seegang. Bei Sturm im künstlich hergestellten Wasserglas sehen wir weiter. Falls der See still ruht oder halbstill, wird das Thema gedeckelt.

Winni

Rheinuli


Sternzeit-107-Mitglied seit:
01.07.2015

Aus Ahrweiler

Nachrichten: 80

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 Geschrieben 16.02.2017 13:14   
Alles klar, Winni!

So wird's gemacht. ZKD schließe ich aus. Test schon gemacht und hier mehrfach ge- und beschrieben.

Aber der Tipp mit Kleenes Dick und Durstig um den Deckel ist wirklich gut. Da es hier im Moment regnet, dauert es etwas mit der Probefahrt. In der Zwischenzeit senke ich halt den Flüssigkeitsstand schon mal ab.

Gebe wieder Laut, wenn ich greifbare Ergebnisse habe.

Ach, und ich freue mich, dass ich hier mit jedem Problem so viel Anteilnahme ernte.

Wollte ich mal dankend erwähnen, Ihr Lieben.

Sternengrüße

Uli

Richard64


Sternzeit-107-Mitglied seit:
27.10.2016

Nachrichten: 108

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 Geschrieben 16.02.2017 13:17   
Quote:

On 2017-02-16 12:45, Rheinuli wrote:

Nochmal zurück zum defekten Deckel: Gibt es das wirklich häufiger??? Habe ich bei allen Autos, die ich hatte oder bei Bekannten noch nie gehört....

Uli



Yepp, dieses Teil ist gerne und häufig defekt.
Allein nur dieser Deckel mit genau dieser Teilenummer geht pro Jahr in einer mittleren 5 stelligen Anzahl über die MB-Teiletheken dieser Welt. Da sind Produkte aus dem Aftermarket noch gar nicht mitgerechnet.

Kühlende Grüße
Richard

Roadstolett


Sternzeit-107-Mitglied seit:
08.12.2015

Nachrichten: 1573

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 Geschrieben 16.02.2017 14:00   
Erneut abermals hallo Uli vom schönen Rhein (wer den nicht kennt, der kennt sein Heimatland nicht und sollte den Flug nach Übersee gerne besser einfach und nur einfach buchen),

Du schriebst: "ZKD schließe ich aus. Test schon gemacht und hier mehrfach ge- und beschrieben."

So einfach geht's ja nicht mein Freund von ober- oder unterhalb der Mosel. Eine kühlmittelseits undichte Zylinderkopfdichtung zu diagnostizieren geht nicht ganz so einfach wie du das mit deiner waidmännisch geschulten Schnuppernase gerne hättest. Unlängst tauchte hier die Frage auf, wie Mann denn eine (kühlmittelseits) undichte Zylinderkopfdichtung feststellen könne. Ich rechnete bis zur Stunde, dass Obelix aus dem Werkzeugkästchen plaudert, aber dem Anschein nach kommt da nichts. Naja, vielleicht passt der sonst patente Kerl in den patentierten Werkzeugkasten nicht mehr rein, seit dem der Redner von der Bütt runter in den Kessel mit geheim gehaltener Rezeptur gefallen ist. Bleibt zu hoffen, dass der Ausgleichbehälter zur Volumenaufnahme ausgereicht hat.

Nun denn.

Richard von der Insel Grün schrieb vor Stunden:

"Überdruck im Kühlsystem wg. defekter Zylinderkopfdichtung. -> Verbrennungsgase werden in das Kühlsystem gepresst. Gut zu erkennen am blubberndem Kühlmittel im Ausgleichsbehälter bei abgenommenem Deckel. Alternativ riecht es leicht nach Abgasen im Ausgleichsbehälter."

Naja. Alles kann, nichts muss. Nicht ganz von ungefähr gibt es eine Methode respektive ein Werkzeug, welches auf den geöffneten Stutzen des Kühlers oder Ausgleichbehälters gehalten wird, um mittels Saugball Dämpfe durch Chemikalien ziehen zu lassen, welche durch Verfärbung anzeigen (sollen), ob sich Gase (CO2) aus dem Verbrennungsprozess im Kühlsystem verirrt haben. Abgasuntersuchung auf Wasserbasis. Die Gefahr bei dieser Methode ist die nach meiner Ansicht fehlende Eindeutigkeit. War ein Kühlsystem bereits kontaminiert, so schlägt die Chemikalie möglicherweise auch dann noch an, wenn längst alle Spuren der Vergangenheit beseitigt worden sind. Das heißt für mich, dass lediglich die Erkenntnis "keine Unregelmäßigkeit erschnüffelt" als verbindlich angesehen werden kann, während die Verfärbung etwa so viel verrät wie deine Frau errät wenn sie dich fragt, wo denn schon wieder herkommst und du signalrot anläufst, weil du eben noch Marcel nach hause getragen hast, was Frau Rheinuli nichtwissend derart interpretiert, dass du flugs zu Marcel zurückgehst, um den alten Freund um eine vorläufige Bleibe zu bitten. Lass' dich dann nicht abwimmeln von wegen kein Platz und so - der Kerl lebt in Garagen, da wohnen andere noch.

Zur Info: Nur für dich

Winni

PS/kW: Die chemische Keule gibt es freilich auch kein Name online

  
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