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GA-Autom. Getriebe: Automatikgetriebe: Modulierdruck justieren
Geschrieben am Dienstag, 22.Oktober 2002 @ 18:33:38 CEST
Thema: Reparatur
ReparaturDiejenigen unter uns, die schon mal die Gelegenheit hatten verschiedene SL/SLC mit Automatikgetriebe und gleicher Motorisierung zu fahren, die werden unter Umständen verwundert zur Kenntnis genommen haben, dass die Getriebe unterschiedlich hart schalten. Wie wir Einfluss auf dieses Gebaren nehmen können, wird hier beschrieben.

Werkzeug & Arbeitsmittel:

  • Wagenheber
  • Lampe
  • Unterstellbock
  • Sicherungskeil
Die automatischen Getriebe in unseren SL/SLC werden durch ein ausgeklügeltes System mit Öl versorgt. Das Öl hat hierbei nicht nur die Aufgabe zu schmieren; es übernimmt vielmehr durch ein feines Regelwerk, gesteuert mit unterschiedlichen, den jeweiligen Aufgaben angepassten Drücken, Steuerarbeit.

So lässt sich durch die feinfühlige Regulierung des Modulierdrucks Einfluss auf die Schaltvorgänge nehmen. Über ein Regelventil, welches wir (in Fahrtrichtung gesehen) links am Fuß der Getriebeglocke finden, können wir den Druck dahingehend verändern, dass die Schaltvorgänge weicher oder härter werden. Um diese Arbeit ausführen zu können, müssen wir das Fahrzeug an der Fahrerseite vorn aufbocken. Dass der Wagen vorher mittels angezogener Handbremse und Unterlegkeil vor Wegrollen gesichert und nach dem Anheben auf einen Unterstellbock abgestellt wird, sollte selbstverständlich für uns sein!



Das Regelventil ist mit einer Staubkappe aus Gummi vor Schmutz und Wasser geschützt, welche wir nun abziehen um an den Verstellmechanismus heran zu kommen.



Also ziehen wir das silbrig glänzende Teil soweit heraus, bis wir es drehen können.



Wird dieser federbelastete Verstellknebel nach rechts verdreht, dann werden die Schaltvorgänge aufgrund eines erhöhten Drucks härter ausgeführt. Verdrehen wir ihn nach links, dann werden wir mit einer weicheren Schaltarbeit belohnt. Diese Verstellung sollte in kleinen Schritten, das heißt max. 2-3 Rastungen, ausgeführt werden. Danach können wir den Unterschied mit einer Probefahrt ermitteln und wenn nötig den Verstellvorgang wiederholen. Vor der Probefahrt sollte auf keinen Fall das Sichern des Verstellknebels und das Aufstecken der Gummiabdeckung vergessen werden!

Folgendes sei aber grundsätzlich angemerkt, es handelt sich hierbei um die Feinjustierung eines technisch einwandfreien Getriebes. Ein Getriebe, das aufgrund verschlissener Bremsbänder oder anderer technischer Unzulänglichkeiten nicht einwandfrei schaltet, kann mittels einer Verstellung des Modulierdrucks nicht "repariert" werden.

Text: Ralf M.
Bilder: Gismo

 
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