Clubfreund L. Metzger hat kürzlich von einer konstruktiven Schwachstelle am 300 SE (W 126) berichtet. Da die Bauteile mit dem 300 SL (R 107) identisch sind, lohnt eine genaue Inspektion!
Worum geht es denn eigentlich? Am 300er Motor (M 103) ist
werkseitig ein Thermostatgehäuse (A 103 200 01 17) zum Einsatz gekommen,
dessen Oberteil komplett aus Kunststoff gefertigt wurde. Dieses Material hat sich im
Dauereinsatz an den Wasserstutzen (auf die die Wasserschläuche aufgeschoben und
mittels Schelle gesichert sind) als bruchgefährdet erwiesen.

Auch Daimler Chrysler hat diesen Umstand erkannt und ein
geändertes Gehäuse aus Aluminiumguss (A 103 203 07 74) als Ersatz in den
Vertrieb gebracht. Wer also in Zukunft einen Defekt am Thermostatgehäuse hat,
der wird automatisch mit der Metallvariante beliefert.

Da in der Regel solche Defekte aber immer im unpassenden
Moment auftreten, empfiehlt sich angesichts der geringen Materialkosten ein
präventiver Austausch.
Tipp: Sollte es dennoch
Jemandem passieren, so sollte er versuchen den Schlauch auf den meistens am
Gehäuse verbleibenden 3-5 mm des abgebrochenen Flansches wieder aufzuschieben
und mit der Schlauchschelle zu fixieren. Anschließend den Kühlerverschluß
abschrauben und mit geöffnetem Kühlsystem langsam zur nächsten Werkstatt
fahren. Bei geöffnetem Kühlsystem baut sich kein Druck im System auf und die
Wahrscheinlichkeit eines erneuten absprengen des Schlauches ist recht
gering.
Micha B.
|